Italiens Behörden wappnen sich für mögliche Proteste und Krawalle
Nach den schweren Krawallen in mehreren italienischen Städten am vergangenen Wochenende bereiten sich die Behörden auf neue Proteste und mögliche Krawalle vor.

In mehreren Städten, darunter Mailand, Turin und Rom, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Es besteht die Sorge, dass es dieses Wochenende erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen kommen könnte. Ein grosses Aufgebot an Sicherheitskräften steht dafür bereit.
In Mailand, aber auch in anderen Städten, war es am vergangenen Wochenende nach zunächst friedlichen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Auf dem Domplatz von Mailand und in dessen Umgebung schlugen meist schwarz gekleidete und vermummte junge Leute Schaufensterscheiben ein, plünderten Geschäfte und Supermärkte.
Wie die Tageszeitung «Corriere della Sera» berichtet, werden Bahnhöfe in der Region Lombardei rund um Mailand streng überwacht und kontrolliert, um zu verhindern, dass Jugendliche in die Metropole strömen. Die Polizei bereitet sich demnach auch auf präventive Festnahmen vor. In der Innenstadt sollen zudem keine Demonstrationen genehmigt werden, berichtet die Zeitung. Gemischte Streifen aus Polizisten und Soldaten sollen eingesetzt werden.
Von einer Ausgangssperre ist zunächst keine Rede. Die Behörden wollen laut «Corriere della Sera» verhindern, dass das öffentliche Leben in Mailand zum Erliegen kommt. Geschäfte, Museen oder U-Bahn-Stationen sollen erst geschlossen werden, wenn eine Eskalation dies erforderlich macht.
Nach den Krawallen am vergangenen Wochenende hatte die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angekündigt, «entschlossen zu reagieren». Vor wenigen Tagen verabschiedete die Regierung einen Erlass zur Entsendung von 500 weiteren Soldaten in die Finanzmetropole.










