Italienischer Botschafter geht diesen Sommer in den Ruhestand
Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, wird sein Amt am 29. Juni niederlegen. Der Diplomat, der sich gegenüber den Schweizer und Walliser Behörden hinsichtlich der Bewältigung des Brandes in Crans-Montana sehr kritisch gezeigt hatte, wird zu Beginn des Sommers in den Ruhestand treten.

Cornado ist seit September 2023 italienischer Botschafter in Bern. Zuvor hatte er sein Land von 2018 bis 2023 bei den Vereinten Nationen und internationalen Organisationen in Genf vertreten. Im Rahmen seiner früheren Aufgaben war er Botschafter in Kanada und Kabinettschef der Aussenminister Giulio Terzi di Sant'Agata und Angelino Alfano.
Seine Amtszeit in Bern war geprägt von der Brandkatastrophe in Crans-Montana am 1. Januar. Nur wenige Stunden nach dem Unglück begab er sich in den Walliser Ferienort und führte Gespräche mit dem Präsidenten des Walliser Staatsrats, Mathias Reynard.
Seine wiederholte Kritik am Vorgehen hatte jedoch die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien erheblich belastet. Am 24. Januar hatten die italienischen Behörden ihn zudem nach Rom zurückgerufen, um ihre Missbilligung der von den Walliser Behörden durchgeführten Brandermittlungen zum Ausdruck zu bringen. Erst Anfang April kehrte er nach Bern zurück.













