Acht Festnahmen in Italien wegen Menschenschmuggel in die Schweiz

    Keystone-SDA
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    Italien,

    In der norditalienischen Stadt Varese sind unter Leitung der Mailänder Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft acht mutmassliche Menschenschmuggler festgenommen worden. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen zur Beihilfe zu illegaler Einwanderung mit internationalen Verbindungen zwischen Italien, der Schweiz, Deutschland und Frankreich.

    Menschenschmuggel
    Rund um Menschenschmuggel von Italien in die Schweiz wurden acht Festnahmen vorgenommen. - keystone

    Unter den Festgenommen sind sieben Personen aus der Türkei und eine italienische Staatsangehörige.

    Den Ermittlungen zufolge, die in Abstimmung mit der Schweizer Bundesanwaltschaft und mit Unterstützung von Eurojust durchgeführt wurden, soll die Organisation die illegale Schleusung von türkischen Staatsangehörigen, überwiegend kurdischer Herkunft, über die Balkanroute in Länder Mittel- und Nordeuropas, darunter die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Norwegen und das Vereinigte Königreich, organisiert haben.

    Die von der Mobilen Einsatzgruppe von Varese gemeinsam mit dem Schweizer Bundesamt für Polizei Fedpol durchgeführte Untersuchung soll die Existenz einer in mehreren europäischen Staaten aktiven kriminellen Struktur dokumentiert haben. Die Migranten, die keine Einreisegenehmigung für die Europäische Union besassen, sollen zwischen 6000 und 7000 Euro pro Person gezahlt haben, um ihre Endziele zu erreichen.

    In Italien soll die Gruppe von einem türkischen Staatsbürger koordiniert worden sein, der als Kopf der Organisation gilt und damit beauftragt war, die Migranten zur Schweizer Grenze zu leiten und ihnen Anweisungen zur Umgehung der Grenzkontrollen zu geben.

    Die Migranten wurden vorübergehend in Wohnungen untergebracht, die als sogenannte Safe Houses in Grenznähe dienten, bevor sie zu Fuss zwischen Lavena Ponte Tresa und Ponte Tresa in die Schweiz gelangten.

    Die Ermittler haben zwischen April und September 2024 mindestens 37 Fälle von Schleuserkriminalität mit insgesamt 134 Personen rekonstruiert, darunter viele Familien mit Kindern und Säuglingen. Im Laufe der Ermittlungen soll zudem herausgekommen sein, dass die Organisation die illegale Einreise von etwa 200 Migranten nach Europa begünstigt habe, die über andere Grenzübergänge in Norditalien eingereist waren.

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