Italien schickt neuen Botschafter in die Schweiz
Luca Sabbattucci wird neuer Botschafter Italiens in der Schweiz. Der Diplomat vertrat sein Land bis anhin bei verschiedenen internationalen Organisationen in Paris. Unter anderem war er Ständiger Vertreter Italiens bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der in der Schweiz wohnhafte italienische Abgeordnete Simone Billi begrüsste den Personalentscheid am Freitag in einem Communiqué. Sabbatucci sei die richtige Person, um die Beziehungen zur Schweiz zu pflegen. Der Lega-Politiker präsidiert den für die Auslandsitalienerinnen und Auslandsitaliener zuständigen Unterausschuss der italienischen Abgeordnetenkammer.
Das Schweizer Aussendepartement wollte sich zu dem Personalentscheid vorerst nicht äussern. Man nehme zu Ernennungen ausländischer Botschafterinnen und Botschafter grundsätzlich erst nach der Übergabe der Beglaubigungsschreiben öffentlich Stellung, schrieb ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Sabbatucci folgt auf Gian Lorenzo Cornado. Dieser war Ende Juni in den Ruhestand gegangen. Cornado hatte nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Silvesternacht mehrfach heftige Kritik an den Walliser Behörden geübt. Im Januar hatte ihn die italienische Regierung nach Rom zurückgerufen, um ihre Missbilligung der Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, wie die Brandermittlungen geführt wurden. Erst Anfang April kehrte er nach Bern zurück.










