Israel hat weitere europäische Länder auf eine Rote Liste von Ländern gesetzt, in die Israelis wegen der Omikron-Variante des Coronavirus nicht reisen dürfen.
Naftali Bennett bei der Kabinettssitzung am Sonntag
Naftali Bennett bei der Kabinettssitzung am Sonntag - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch Reiseverbote für Deutschland und die USA in Planung.

Das Parlament stimmte am Sonntag einer Anordnung des Gesundheitsministeriums zu, mit der Reisen nach Frankreich, Spanien, Irland, Norwegen, Finnland, Schweden und in die Vereinigten Arabischen Emirate untersagt werden. Grossbritannien und Dänemark standen bereits auf der Roten Liste.

Das Gesundheitsministerium empfiehlt inzwischen auch, Deutschland, die USA, Kanada, Belgien, Italien, Ungarn, Marokko, Portugal, die Schweiz und die Türkei auf die Rote Liste zu setzen. Dafür hat die Regierung aber noch kein grünes Licht gegeben. Vor allem ein Reiseverbot für die USA wäre angesichts hunderttausender Doppelstaatsbürger und der engen Verbindungen zwischen den beiden Ländern ein drastischer Einschnitt.

Vor einer Kabinettssitzung am Sonntag bekräftigte Ministerpräsident Naftali Bennett, dass er weitere auf Reisebeschränkungen setzt, um Lockdowns in Israel zu vermeiden. Mit der erneuten Schliessung seiner Grenzen für Ausländer kurz nach der Entdeckung der Omikron-Variante in Südafrika habe sich Israel «kostbare Zeit erkauft», sagte Bennett. Viele europäische Länder seien bereits «im Lockdown oder auf dem Weg dorthin».

Israel hatte seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie mehr als anderthalb Jahre lang geschlossen und diese erst Anfang November wieder für geimpfte Reisende geöffnet. Seit Ende November ist die Einreise für Ausländer nun wieder grundsätzlich untersagt, Ausnahmegenehmigungen müssen beantragt werden.

Unterdessen meldete der Iran am Sonntag seinen ersten Omikron-Fall. Die Virus-Variante wurde bei einem Mann aus Teheran nachgewiesen, der nach der Rückkehr von einer Reise in die Arabischen Emirate positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wie Vize-Gesundheitsminister Kamal Heidari mitteilte.

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