Schweizer Armee

    Über 500 Schweizer dienten 2025 in Israel-Armee

    Simon Huber
    Simon Huber

    Israel,

    Über 500 Schweizer Doppelbürgerinnen und Doppelbürger leisteten 2025 Militärdienst bei der israelischen Armee. Für die Schweiz ist das heikel.

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    Über 500 Schweizerinnen und Schweizer leisteten bereits Dienst bei der israelischen Armee. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über 500 Schweizerinnen und Schweizer dienten 2025 in den israelischen Streitkräften.
    • Insgesamt sollen mehr als 50’000 Soldaten eine zweite Staatsangehörigkeit besitzen.
    • Seit dem 7. Oktober 2023 eröffnete die Schweizer Militärjustiz drei Verfahren.

    Ein sechsseitiges Dokument der israelischen Armee listet auf, wie viele Doppelbürgerinnen und Doppelbürger im Jahr 2025 in den Streitkräften dienten. Demnach gehörten über 500 Schweizerinnen und Schweizer den israelischen Streitkräften (IDF) an.

    Veröffentlicht wurde das Dokument von der britischen Rechercheplattform Declassified UK. Grundlage war eine Anfrage des israelischen Anwalts Elad Mann im Namen der Transparenz-NGO Hatzlacha. Darüber berichten nun die «Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimanche»

    Verfolgst du das politische Geschehen in Israel?

    Insgesamt sollen mehr als 50’000 Soldatinnen und Soldaten neben dem israelischen Pass mindestens eine weitere Staatsbürgerschaft besitzen.

    Heikle Rechtslage für die Schweiz

    Gemäss Schweizer Militärstrafgesetz ist es grundsätzlich verboten, ohne Bewilligung des Bundesrats in einer ausländischen Armee Dienst zu leisten.

    Eine Ausnahme gilt jedoch für Doppelbürger, die im betreffenden Staat niedergelassen sind und dort Militärdienst leisten. In solchen Fällen bleiben sie laut der «Sonntagszeitung» straflos.

    Der Bundesrat hatte diese Praxis bereits 2009 bestätigt. Demnach sind in Israel wohnhafte schweizerisch-israelische Doppelbürger grundsätzlich militärdienstpflichtig. Dadurch verstossen sie nicht gegen Schweizer Recht, wenn sie in der israelischen Armee dienen.

    Eine Meldepflicht für im Ausland lebende Doppelbürger gibt es nicht. Entsprechend verfügt der Bund über keine vollständigen Informationen, wer konkret in der IDF Dienst leistet. Laut Verteidigungsdepartement ist auch keine Einführung einer solchen Meldepflicht geplant.

    Drei Verfahren seit Kriegsbeginn

    Seit dem 7. Oktober 2023 wurden drei Verfahren gegen Schweizer Bürger eröffnet, die in den Reihen der IDF kämpften.

    Zwei davon sind noch hängig, eines wurde eingestellt. In diesem Fall stellte sich heraus, dass der Beschuldigte seinen Wohnsitz in Israel hatte und dort militärdienstpflichtig war.

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    Seit 2023 wurden drei Verfahren gegen Schweizer eröffnet, weil sie der israelischen Armee dienten. (Symbolbild) - keystone

    Internationale Vorwürfe gegen Israel wegen möglicher Kriegsverbrechen oder gar Völkermord weist die israelische Regierung zurück.

    Der Internationale Strafgerichtshof hat bislang kein entsprechendes Urteil gefällt.

    Kommentare

    User #6015 (nicht angemeldet)

    Ich wünsche all den Soldaten, dass sie ihre Dienstzeit gesund überstehen. Und dass die Angriffe von Hamas, Hisbollah und Iran bald ein Ende haben.

    User #1453 (nicht angemeldet)

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