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    IKRK-Chef: Krieg in Ukraine rückt andere Konflikte in Hintergrund

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    Ukraine,

    IKRK-Chef Maurer fürchtet, dass der Ukraine-Krieg andere Konflikte in den Hintergrund drängt. Er verteidigt sein Treffen mit Lawrow im März.

    Peter Maurer ist seit 2012 Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). (Archivbild)
    Peter Maurer ist seit 2012 Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA AFP POOL/KIRILL KUDRYAVTSEV / POOL

    Das Wichtigste in Kürze

    • IKRK-Chef Maurer verteidigt sein Treffen mit Lawrow während des Ukraine-Kriegs.
    • Der vertrauliche Dialog mit den Kriegsführenden helfe mehr als öffentliche Kritik.
    • Er fürchtet, dass andere Konflikte vom Ukraine-Krieg in den Hintergrund gedrängt werden.

    Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK), Peter Maurer, befürchtet, dass der Krieg in der Ukraine andere Konflikte in den Hintergrund rückt. Gleichzeitig verteidigte er in einem Interview die Kontakte des IKRK mit dem Angreifer Russland.

    Der Krieg in der Ukraine sei ein klassischer Konflikt, «in dem Staaten kriegerisch aufeinander treffen.» Man sei damit zurück im Geltungsbereich des humanitären Völkerrechts. Das IKRK beschäftige sich aber mit der «Einhaltung der Rechte im Krieg», sagte der Schweizer Diplomat. «Es ist sinnvoll zu trennen zwischen dem Recht im Krieg und dem internationalen Völkerrecht.»

    Peter Maurer
    IKRK-Chef Peter Maurer traf im März Russlands Aussenminister Sergei Lawrow. - Keystone

    In diesem Sinne verteidigte Maurer auch sein von ukrainischer Seite kritisiertes Treffen mit Russlands Aussenminister Sergej Lawrow Ende März in Moskau. «Unsere Arbeitsmethode ist die Vertraulichkeit des Dialogs mit den Kriegsführenden.» Das helfe mehr als öffentliche Kritik.

    Zu mutmasslichen russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine meinte der IKRK-Chef: «Was geschehen ist, ist geschehen.» Es sei aber die Aufgabe anderer Organisationen «die Strafgerichtsbarkeit zu klären und durchzusetzen». Seitens des IKRK dürfe die Strafgerichtsbarkeit nicht mit der humanitären Hilfe vermischt werden.

    Der Krieg in Ukraine rückt nach Ansicht von Maurer andere Konflikte in den Hintergrund. «Längerfristig macht mir das Sorgen», sagte Maurer. Schliesslich sei «Not weit über die Ukraine wichtig.»

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