Klimawandel

    IGH: Klimawandel bedroht Menschenrechte

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Niederlande,

    Der Internationale Gerichtshof (IGH) erkennt Klimawandel als Gefahr für Menschenrechte und verpflichtet Staaten zum Schutz des Klimasystems.

    klimawandel
    Die Stellungnahme des IGH kann Einfluss auf Klima-Prozesse weltweit haben. - dpa

    Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat in einem Gutachten den Klimawandel als mögliche Bedrohung für grundlegende Menschenrechte eingestuft. Dazu zählen das Recht auf Gesundheit und ein angemessener Lebensstandard, erklärte Gerichtspräsident Yuji Iwasawa am 23. Juli 2025.

    Dieses Gutachten stellt somit das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt erstmalig als Menschenrecht heraus. So berichtet es die «Tagesschau».

    Vernachlässigung als völkerrechtswidrige Handlung

    Der IGH sieht in der Vernachlässigung von Massnahmen gegen den Klimawandel eine völkerrechtswidrige Handlung.

    Demnach müssen Staaten dem Klimaschutz nachkommen oder riskieren rechtliche Konsequenzen, unter anderem Entschädigungszahlungen.

    Findest du diesen Schritt gut?

    Das Klimasystem der Erde gilt als integraler Bestandteil der Umwelt. Deswegen muss dieser für gegenwärtige und zukünftige Generationen geschützt werden muss.

    Inselstaat Vanuatu vom Klimawandel betroffen

    Die Einschätzung folgt auf eine Anfrage des Inselstaats Vanuatu.

    Dieser ist besonders stark von Folgen wie steigendem Meeresspiegel und extremen Wetterereignissen betroffen.

    Die Regierung fordert Schutz und Unterstützung zum Wiederaufbau und Anpassung der Infrastruktur an den Klimawandel, wie der «Stern» berichtet.

    Völkerrechtliche Pflichten und Folgen

    Der IGH betont, dass Staaten ihren Treibhausgasausstoss kontrollieren und wirksame Massnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung ergreifen müssen. Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens wird als verbindlich bestätigt.

    Das Gericht sieht das Unterlassen solcher Massnahmen als Rechtsbruch, der zu Haftungs- und Regressforderungen führen kann. So berichtet es weiter die «Zeit».

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    Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag. (Symbolbild) - Peter Dejong/AP/dpa

    Die Feststellung einer Kausalität zwischen staatlichen Emissionen und Klimaschäden ist laut IGH grundsätzlich möglich. Dabei geht es nicht um die Produktion fossiler Brennstoffe allein, sondern um die Verletzung von Verpflichtungen aus Klimaverträgen und Menschenrechtsabkommen.

    Bedeutung für den internationalen Klimaschutz

    Das Gutachten eröffnet neuen rechtlichen Druck auf Länder, die ihre Klimaschutzziele nicht erfüllen. Es könnte künftig Klimaklagen von betroffenen Staaten, Organisationen oder Einzelpersonen erleichtern.

    Experten sehen darin einen historischen Schritt für das völkerrechtliche Klimaschutzregime, auch wenn das Gutachten nicht direkt bindend ist.

    Der IGH ruft zudem zur Zusammenarbeit aller Staaten auf, um die globale Erwärmung einzudämmen. Diese internationale Kooperationspflicht lasse laut «Tagesschau» keinen Raum für Ausreden oder Blockaden im Klimaschutz.

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    Kommentare

    User #4671 (nicht angemeldet)

    .. zum Kaputtlachen, dieser IGH. Schaut euch mal diese Figuren dort an ... dann wisst ihr gleich Bescheid🤮

    User #1392 (nicht angemeldet)

    Da reden sie von Klima und gleichzeitig unterstützen die Kriege! Was soll das. Was zahlt ihr für eine Rackete oder Bombe für einen Tarif ans Klima? Müssen die Menschen in Deutschland auch ,also wieviel? Wieviel zahlt Selenskyj fürs Klima! Ansonsten, müsst ihr gar nicht anfangen zu diskutieren! Wieviel zahlen Israel, Palästinenser? Ein Witz euere Co2 Klima Nummer. Wohin verschwinden diese Gelder? Die welche ihr ruerem Volk gestohlen habt. .

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