IAEA-Sitzung: Warnung vor Atomunfall-Risiko in der Ukraine

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Österreich,

Staaten warnen vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine.

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Staaten warnen vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine. - afp

Die täglichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes hätten nicht nur Millionen Ukrainer der Winterkälte ausgesetzt, kritisierten zwölf Länder in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. «Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls ist an den Abgrund der Realität gerückt», hiess es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Staaten.

Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz würden die nukleare Sicherheit gefährden, hiess es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei.

Die Gruppe hatte die Sitzung des IAEA-Gouverneursrates einberufen. Sie umfasst Belgien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan, Kanada, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Rumänien. Die Vereinigten Staaten schlossen sich dem Vorstoss nicht an.

Kernkraftwerke produzieren zwar selbst Energie, doch für die Kühlung des strahlenden Materials in den Anlagen wird externer Strom verwendet. Im Notfall werden Stromgeneratoren eingesetzt. Fallen die Kühlsysteme aus, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin gebeten habe, wegen der enormen Kälte eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen in der Ukraine zu verzichten.

Kommentare

User #3780 (nicht angemeldet)

@3668: Ich verstehe, dass solche Schlagzeilen Angst auslösen können. Es ist richtig, dass es in der Vergangenheit, z. B. nach Tschernobyl, an klarer Information mangelte, was sehr problematisch war – damals spielten die Betreiber das Risiko lange herunter, und es gab praktisch keine Erfahrungswerte für einen solchen GAU. Heute gibt es deutlich strengere internationale Sicherheitsstandards und Überwachungsmechanismen: Die IAEA und nationale Aufsichtsbehörden beobachten Atomkraftwerke kontinuierlich und können im Ernstfall schnell reagieren. Die aktuelle Meldung bedeutet nicht, dass ein Unfall unmittelbar bevorsteht, sondern dass die Risiken steigen, vor allem durch die instabile Energieinfrastruktur in der Ukraine. Es ist wichtig, zwischen Warnung und Panik zu unterscheiden: Informiert zu sein hilft, Sicherheit zu erhöhen, Panik führt eher zu unnötiger Angst.

User #3791 (nicht angemeldet)

Da gibt es tatsächlich immer noch Leute in der Schweiz, die an dieser sehr gefährlichen Schrott Technik festhalten wollen.

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