Höher Qualifizierte haben deutlich weniger Krankentage

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    Deutschland,

    Je besser qualifiziert, desto weniger Fehltage wegen Krankheit - zu diesem Schluss kommt der diesjährige Gesundheitsreport der Barmer. Welcher Zusammenhang könnte dahinter stecken?

    Höher qualifizierte Mitarbeiter lassen sich laut Barmer-Gesundheitsreport seltener krankschreiben. Ein Grund könnte sein, dass die körperliche Belastung bei ihnen oft geringer ist. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa
    Höher qualifizierte Mitarbeiter lassen sich laut Barmer-Gesundheitsreport seltener krankschreiben. Ein Grund könnte sein, dass die körperliche Belastung bei ihnen oft geringer ist. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Daten der Krankenkasse gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Berufsausbildung und Krankentagen.

    «Je höher der Ausbildungsgrad, desto geringer die Zahl der Krankschreibungen», stellte Heike Sander, Landesgeschäftsführerin in Niedersachsen und Bremen, fest.

    So seien Versicherte bundesweit ohne beruflichen Ausbildungsabschluss im Jahr 2018 statistisch auf 22 Fehltage gekommen, Versicherte mit einem Diplom-Abschluss dagegen durchschnittlich lediglich auf 10,9 Tage. Promovierte Beschäftigte fehlten krankheitsbedingt nur 7,3 Tage. Die Zahlen basieren auf Ergebnissen des im Oktober vorgestellten .

    Unterschiedliche körperliche Belastung

    Die Unterschiede dürften vor allem mit den unterschiedlichen körperlichen Belastungen zusammenhängen, hiess es zur Begründung. Berufstätige mit geringerer Qualifikation übten oft Tätigkeiten mit stärkerer körperlicher Belastung aus.

    Die Interpretation von Zahlen zu Arbeitsunfähigkeiten sei keinesfalls einfach, betonte ein Sprecher. So führten etwa gesundheitliche Einschränkungen erst ab einer bestimmten Schwelle zu Krankentagen wegen Arbeitsunfähigkeit. Ein Arbeitnehmer könne schon lange unter leichteren Kopfschmerzen gelitten haben, bevor er sich wegen zunehmender Beschwerden krankschreiben lässt. Auch würden dabei Erkrankungen von Arbeitnehmern nicht berücksichtigt, die trotz erheblicher Beschwerden weiterhin regelmässig erscheinen.

    Zudem würden unterschiedliche Tätigkeiten verschiedene Anforderungen stellen. Während etwa eine leichtere Fussverletzung bei einer Bürotätigkeit am Schreibtisch meist ohne Fehlzeiten verheile, könne sie bei Briefträgern und Paketzustellern zu mehrwöchigen Ausfällen führen.

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