Hoffen auf Minimalkonsens bei Gesprächen zur Westsahara Frage

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Seit 40 Jahren herrscht in der Westsahara ein Konflikt zwischen Marokko und der dortigen Unabhängigkeitsbewegung. Nun soll ein Konsens gefunden werden.

    Die Sahara-Wüste in Marokko.
    Die Sahara-Wüste in Marokko. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nächstes Jahr sollen wieder Gespräche zum Westsahara-Konflikte anlaufen.
    • Die darliegenden Optionen und Forderungen lassen auf einen Minimalkonsens hoffen.

    Die Uno will die neu gestarteten Gespräche zur Lösung des seit mehr als 40 Jahren schwelenden Konflikts in der Westsahara im kommenden Jahr weiterführen. Diplomaten erwarteten zum Abschluss des Treffens der Konfliktparteien in Genf am Donnerstag zumindest einen Minimalkonsens auf Fortsetzung der Gespräche.

    Der frühere deutsche Bundespräsident Horst Köhler versucht als Uno-Vermittler, eine dauerhafte Friedenslösung für das von Marokko beanspruchte Gebiet zu erreichen. Köhler wollte am Abend über den Ausgang der ersten neuen Beratungen seit sechs Jahren informieren.

    Nur gewisse Autonomie

    Die Unabhängigkeitsbewegung Polisario hat Marokko, das nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien 1975 dort einmarschierte, bis zu einem Waffenstillstand 1991 bekämpft. Seitdem ist eine Uno-Friedensmission vor Ort. Polisario verlangt die Unabhängigkeit, Marokko bietet aber nur eine gewisse Autonomie an.

    Von Uno-Seite wird ein Referendum angestrebt, aber es ist strittig, wer daran teilnehmen dürfte. Marokko hat Zehntausende Marokkaner in der Region angesiedelt, während viele der ursprünglichen Einwohner vor den Kämpfen über die Grenze nach Algerien flüchteten.

    In dem Gebiet leben etwa 500'000 Menschen. Es hat grosse Phosphatvorkommen und vor der Küste reiche Fischgründe sowie womöglich Öl.

    Die Vereinten Nationen hatten die Erwartungen vor Beginn des Treffens niedrig gehalten. Es sei lediglich «ein erster Schritt hin zu einem neuen Verhandlungsprozess mit dem Ziel, eine gerechte, anhaltende und für alle akzeptable Lösung zu finden, die den Menschen der Westsahara die Selbstbestimmung ermöglicht», teilte das Genfer Uno-Büro mit.

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