Heiko Maas gegen Auslieferung des türkischen Journalisten Can Dündar

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    «Ich freue mich darüber, wenn ich ihn in Zukunft in Deutschland auch noch oft sehe», meint Heiko Maas und stellt sich so gegen die Auslieferung von Can Dündar.

    Heiko Maas, Deutschlands Aussenminister, steht im Hauptquartier der Vereinten Nationen im Saal der UN-Generalversammlung.
    Heiko Maas, Deutschlands Aussenminister, steht im Hauptquartier der Vereinten Nationen im Saal der UN-Generalversammlung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heiko Maas stellt sich gegen die Auslieferung des Journalisten Can Dündar.
    • Erdogan hat an der Pressekonferenz als «natürliches Recht» auf der Auslieferung bestanden.

    Bundesaussenminister Heiko Maas hat sich gegen die von der Türkei geforderte Auslieferung des türkischen Journalisten Can Dündar gewandt. «Ich freue mich darüber, wenn ich ihn in Zukunft in Deutschland auch noch oft sehe», sagte der SPD-Politiker am Freitag in New York. Er erinnerte daran, dass er den 57-jährigen in seiner früheren Funktion als Justizminister sogar als Ehrengast zu einem Empfang eingeladen hat.

    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Auslieferung Dündars bestanden. «Das ist unser natürliches Recht», sagte er. Dündar sei ein «Agent». Er habe Staatsgeheimnisse öffentlich gemacht und sei dafür zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Für den türkischen Staat sei er ein «Verbrecher».

    Um die Teilnahme des in Deutschland im Exil lebenden früheren Chefredakteurs der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet» an der Pressekonferenz hatte es am Freitag einen Eklat gegeben. Der dpa hatte Dündar gesagt, dass er an der Pressekonferenz teilnehmen und Erdogan kritische Fragen stellen werde. Er verzichtete aber dann kurzfristig auf die Teilnahme, nachdem es aus der Erdogan-Delegation Drohungen gab, die Pressekonferenz platzen zu lassen, sollte er dabei sein.

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