Wegen der Pandemie gerieten internationale Lieferketten stark unter Druck. Nun verschärft der Ukraine-Konflikt die Lage deutlich. Aber kommt es in Deutschland nun wirklich zu Versorgungsengpässen bei Lebensmittellieferungen?
Für Weizen und Getreide wird es in Deutschland keine Versorgungsengpässe geben, Sonnenblumenöl hingegen könnte jedoch knapp werden.
Für Weizen und Getreide wird es in Deutschland keine Versorgungsengpässe geben, Sonnenblumenöl hingegen könnte jedoch knapp werden. - Stefan Sauer/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Vizepräsident des Handelsverband Deutschland (HDE), Björn Fromm, rechnet trotz des Ukraine-Kriegs nicht mit Versorgungsengpässen in Deutschland.

«Wir müssen nicht gross rationieren, es gibt genug Kalorien für die Bevölkerung», sagte Fromm am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Niemand sollte aus Panik Lebensmittel hamstern. «Kaufen Sie nur so viel, wie Sie jetzt gerade brauchen, dann ist auch für alle genug da.»

Auf die Frage, ob Supermärkte die Abgabe bestimmter gerade stark nachgefragter Produkte wie Sonnenblumenöl oder Mehl begrenzen sollten, sagte Fromm: «Das ist vernünftig für den Moment, wo vielleicht Menschen aus Angst und Panik mehr kaufen, als sie wirklich brauchen.»

Trotz des russischen Ausfuhrstopps von Getreide werde es mittelfristig kein Problem mit der Getreideversorgung in Deutschland geben, erklärte der HDE-Vizepräsident. In Deutschland werde genug davon produziert und geerntet. Beim Sonnenblumenöl, dessen wichtigstes Lieferland die Ukraine ist, sieht es anders aus. «Für dieses besonderes Öl, Sonnenblumenöl, wird es in die nächsten Monaten schwierig werden», sagte Fromm.

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