Stau

Hamburg bereitet sich auf Ansturm nach Suezkanal-Stau vor

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Ägypten,

Während der Schiffsverkehr im Suezkanal allmählich wieder anläuft, bereitet sich auch der Hamburger Hafen auf eine höhere Auslastung vor. Es ist eine Aufgabe für die nächsten Wochen.

Containerschiffe werden am Terminal Burchardkai und am Eurogate in Hamburg entladen. (Archivbild). Foto: Axel Heimken/dpa
Containerschiffe werden am Terminal Burchardkai und am Eurogate in Hamburg entladen. (Archivbild). Foto: Axel Heimken/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Ende der Suezkanal-Blockade bereitet sich der Hamburger Hafen vorsorglich auf einen Ansturm der zuvor im Stau stehenden Seeschiffe vor.

«Wir stellen uns auf eine höhere Auslastung unserer Anlagen ein», sagte ein Sprecher der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) der Deutschen Presse-Agentur. So werde etwa zur Lagerung von Export-Containern eine zusätzliche Fläche von rund 100.000 Quadratmetern aktiviert. Die HHLA betreibt als grösstes Container-Umschlagsunternehmen drei der vier Terminals im Hafen und hat im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. Insgesamt wurden 8,5 Millionen TEU umgeschlagen.

Wegen der tagelangen Blockade des Suezkanals durch die 400 Meter lange «Ever Given» haben sich nach Angaben der ägyptischen Kanalbehörde an beiden Kanalenden fast 370 Schiffe aufgestaut. Bis Dienstagvormittag verliessen bereits erste Schiffe den Kanal, Dutzende durchquerten ihn, wie der Schifffahrtsdienstleister Leth Agencies und das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC mitteilten. Welches der Schiffe und wann genau nach Hamburg fährt, ist bislang unklar. Üblicherweise dauert die Fahrt vom Suezkanal bis in die Hansestadt nach Einschätzung des Verbands Deutscher Reeder zehn Tage.

Welches Schiff welchen Hafen anlaufe, sei Sache der Reeder, sagte der HHLA-Sprecher. Hamburg sei auf den Routen zwischen Asien und Europa in der Regel nicht der erste Anlaufpunkt, sondern meistens Rotterdam. «Besonderer Druck wird also zunächst auf den Vorhäfen lasten», sagte der Sprecher. Möglicherweise entschieden die Reeder dann aber, doch zuerst deutsche Häfen wie Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg anzulaufen.

Die HHLA geht davon aus, dass die bereits seit Monaten angespannte Lage bei den Schiffsanläufen noch bis weit in den Sommer andauern wird. Die Suezkanal-Blockade sei da nur ein Teil des Problems. Hinzu kämen Störungen wegen der Corona-Pandemie, der Brexit, Winter- und Frühjahrsstürme oder der Arbeitskampf im Rotterdamer Hafen. Der HHLA-Sprecher zeigte sich aber überzeugt: «Wir sind technisch und personell so aufgestellt, dass wir auch die kommenden Wochen zuverlässig bewältigen werden.» Wichtig sei aber, dass alle Teilnehmer in der logistischen Lieferkette dazu ihren Beitrag leisteten und kooperierten.

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