Vier Männer im Alter von 42 bis 66 Jahren sind als Betreiber verurteilt worden. Auf der Plattform waren mehr als eine Million Beiträge mit Aufnahmen von teils schwerster sexueller Gewalt an Kindern enthalten.
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Einer der Angeklagten im „Boystown“-Prozess wird von einem Justizwachtmeister in den Verhandlungssaal geführt. - Boris Roessler/dpa

Gegen Betreiber der kinderpornografischen Plattform «Boystown» im Darknet hat das Frankfurter Landgericht hohe Haftstrafen verhängt. Einer der Männer muss zwölf Jahre ins Gefängnis, zudem verhängten die Richter gegen den 49-Jährigen aus Bayern Sicherungsverwahrung. Ein 42-Jähriger aus Paderborn muss zehneinhalb Jahre ins Gefängnis, auch hier wurde Sicherungsverwahrung verhängt.

In dem Verfahren mussten sich vier Männer im Alter von 42 bis 66 Jahren verantworten. Sie sollen die Plattform mit mehr als 400.000 Benutzerkonten aus aller Welt aufgebaut und betrieben haben. Als das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt die Plattform im April 2021 abschalteten, waren dort mehr als eine Million Forenbeiträge zu finden. Enthalten waren Aufnahmen von teilweise schwerster sexueller Gewalt an Kindern.

Ein 60-Jähriger, der in Paraguay festgenommen worden war, muss acht Jahre ins Gefängnis. Für einen 66-Jährigen aus Hamburg verhängten die Richter eine Strafe von sieben Jahren.

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