Coronavirus

    Habeck: Kapitel Corona-Boni wird bald abgeschlossen

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue im Zusammenhang mit Corona-Boni gegen den Bundesvorstand der Grünen.

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck während einer Pressekonferenz in München. Foto: Tobias Hase/dpa
    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck während einer Pressekonferenz in München. Foto: Tobias Hase/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Von den staatsanwaltlichen Ermittlungen zu Bonuszahlungen an ihn und andere Mitglieder des Bundesvorstandes erwartet der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck keine neuen Erkenntnisse.

    «Die Corona-Boni sind längst zurückgezahlt», sagte der Bundeswirtschaftsminister am Donnerstag in München. «Ansonsten wird das jetzt noch einmal staatsanwaltlich ermittelt und aufgeklärt. Und dann, denke ich, wird das Kapitel auch endgültig abgeschlossen.» Die Mitglieder des Parteivorstandes kooperierten vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft.

    Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue gegen den gesamten Bundesvorstand der Grünen. «Gegenstand des Verfahrens ist die Bewilligung eines «Corona-Bonus» durch die Mitglieder des Bundesvorstandes an sich selbst», teilte die Behörde mit. Zum Grünen-Vorstand gehören neben den Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck auch Michael Kellner, Jamila Schaefer, Ricarda Lang und Marc Urbatsch. Beim Parteitag Ende kommender Woche wird ein neuer Vorstand gewählt.

    Corona-Bonus bekamen alle Mitarbeiter

    Ein Grünen-Sprecher sagte am Mittwochabend: «Es geht dabei um die Mitwirkung der Mitglieder des Bundesvorstandes an Beschlüssen zur Auszahlung von sogenannten «Corona-Boni», die - wie bereits bekannt - 2020 an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle und zugleich an den Bundesvorstand gezahlt worden waren.»

    Den Corona-Bonus von 1500 Euro pro Person bekamen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünen-Bundesgeschäftsstelle im vergangenen Winter. Er sollte die Belastungen ausgleichen, die durch die Arbeit im Homeoffice und den Umbau des Gebäudes entstanden waren. Parteiinterne Rechnungsprüfer hatten die Zahlungen an den Vorstand bereits beanstandet. Der Bonus wurde auch an die sechs Mitglieder des Bundesvorstands gezahlt, was laut den Rechnungsprüfern aber nicht durch die parteiinternen Regelungen gedeckt war.

    Die Staatsanwaltschaft erklärte: «Die Annahme eines Anfangsverdachts erfordert lediglich, dass aufgrund konkreter Anhaltspunkte die Möglichkeit der Begehung einer Straftat besteht.» Die Staatsanwaltschaft sei in diesem Fall zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens verpflichtet.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    590 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN NEWS

    2 Interaktionen
    Anchorage
    BUlle FR
    1 Interaktionen
    Sofia
    stromausfall
    17 Interaktionen
    In Brugg AG

    MEHR CORONAVIRUS

    Long Covid Mann
    34 Interaktionen
    Studie
    5 Interaktionen
    Für Krypto-Geschäfte
    204 Interaktionen
    Erkältungssaison
    Biontech
    34 Interaktionen
    Covid-Impfung

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    58 Interaktionen
    Vater warnt
    Mauro Lustrinelli
    42 Interaktionen
    Bundesliga