Grüne im Bundestag fordern mehr Geld im Kampf gegen grossflächige Waldschäden

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Deutschland,

Die Grünen im Bundestag fordern von der Regierung mehr Geld im Kampf gegen die zunehmenden Waldschäden.

Abgestorbene Bäume in einem Wald
Abgestorbene Bäume in einem Wald - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Landwirtschaftsministerium verweist auf zusätzliche Mittel aus Konjunkturpaket.

Die von Bund und Ländern im vorigen Jahr beschlossenen Hilfen in Höhe von 800 Millionen Euro müssten um weitere 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erhöht werden, forderte der Grünen-Waldexperte Harald Ebner in der «Augsburger Allgemeinen» vom Donnerstag. Damit sollten die Räumung abgestorbener Flächen und Aufforstung finanziert werden.

Eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Berlin wies am Donnerstag darauf hin, dass im Rahmen des jüngst beschlossenen Konjunkturpakets gegen die Corona-Krise weitere 700 Millionen Euro bereitgestellt würden. Es stünden also bereits 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

In Deutschland hat sich der Zustand vieler Waldflächen zuletzt drastisch verschlechtert, die Entwicklung ist nach Darstellung von Regierungen, Waldbesitzern und Umweltschützern dramatisch. Nach der jüngsten Schadensbilanz des Landwirtschaftsministeriums aus dem Frühjahr summiert sich die zerstörte Fläche inzwischen auf 245.000 Hektar, was etwa der Grösse des Saarlands entspricht.

Als wesentliche Ursache gelten die langanhaltenden Dürren 2018 und 2019, die zahlreiche Bäume unter Trockenstress setzten und zu Folgeproblemen wie Schädlingsbefall führten. Auch der diesjährige Frühling war zu trocken. Der Sommerauftakt war laut Wetterdienst insgesamt regenreicher, regional blieb es allerdings zu trocken.

Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald äusserte sich besorgt angesichts der Lage. Die inzwischen rund zweieinhalbjährige Dürre führe zu einer starken Ausbreitung von Borkenkäfern, sagte Geschäftsführer Christoph Rullmann der «Passauer Neuen Presse» vom Donnerstag. Das «grosse Problem» sei der Klimawandel. Dieser führe zu Wassermangel, Waldbränden und Wetterextremen wie etwa Stürmen.

Rullmann forderte von der Politik durchgreifende Massnahmen, um die Wälder an die sich verändernden Klimabedingungen anzupassen. Dazu gehöre die Pflanzung von mehr Laubmischwald, da dieser resistenter gegen Trockenheit sei als Nadelwälder. «Dieser Prozess muss jetzt aber schnell gehen, weil man ganze Flächen hat, die kahl sind.»

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