Ukrainischen Angaben zufolge ist rund acht Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs der Grossteil der Region Luhansk unter russischer Kontrolle.
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Ein Wohnhaus in der Region Luhansk nach dem Beschuss durch russische Truppen im Ukraine-Krieg. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss dem ukrainischen Gouverneur sind 80 Prozent seiner Provinz Luhansk verloren.
  • Nach dem Rückzug der Truppen aus Krimenna kontrolliert Russland den Grossteil des Gebiets.
  • In den Städten Rubischne und Popasna toben weiterhin heftige Kämpfe.

Nach dem Abzug der ukrainischen Truppen aus der Kleinstadt Krimenna kontrollierten russische Einheiten nun 80 Prozent des Gebietes Luhansk, teilte der Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, am Mittwochabend auf Telegram mit. Auch die Städte Rubischne und Popasna in Luhansk seien mittlerweile «teilweise» unter russischer Kontrolle.

Um diese gibt es seit Wochen intensive Kämpfe. Der Beschuss habe auch hier zugenommen, schreibt Hajdaj weiter. Zu Beginn des Krieges am 24. Februar hatten die Separatisten der «Volksrepublik» Luhansk rund 30 Prozent der Region unter ihrer Kontrolle.

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Ukrainische Gefangene im Separatistengebiet in der Region Luhansk am 26. Februar 2022. - keystone

Hajdaj hatte am Dienstag die verbliebenen Einwohner aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden versuchten, Busse zu organisieren, die Menschen zu bereitgestellten Zügen bringen. Es sollen weiter 70'000 Menschen in dem Gebiet ausharren. Sollte es eine Feuerpause zum orthodoxen Osterfest am Sonntag geben, sagte Hajdaj am Mittwoch weiter, wolle man diese so gut wie möglich für Evakuierungen und Hilfslieferungen nutzen.

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