Das russische Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Ukraine-Krieg die umkämpfte Hafenstadt Mariupol unter Kontrolle gebracht.
Soldaten in Mariupol
Soldaten der Miliz der «Volksrepublik» Donezk gehen an beschädigten Wohnhäusern in Mariupol vorbei. Alexei Alexandrov/AP/dpa - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss dem russischen Verteidigungsminister ist Mariupol vollständig unter Kontrolle.
  • Nur im Stahlwerk verschanzten sich noch letzte ukrainische Truppen.
  • Putin kündete an, alle Soldaten, die an der Einnahme beteiligt waren, auszuzeichnen.

Das teilte Schoigu am Donnerstag bei einem mit Kremlchef Wladimir Putin im Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit. «Die verbliebenen ukrainischen Kampfeinheiten haben sich auf dem Industriegelände der Fabrik Asowstal verschanzt», sagte Schoigu.

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Präsident Putin ordnete an, das Stahlwerk nicht zu stürmen. Ein entsprechender Befehl solle zurückgenommen werden. Allen Gefangenen werde das Leben garantiert, sagte Putin. Er sprach von einem Erfolg und der «Befreiung Mariupol» und ordnete an, die beteiligten Militärs auszuzeichnen. «Sie sind alle Helden», sagte Putin.

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Nach Darstellung Schoigus sind die ukrainischen Einheiten vollständig blockiert. Der Minister versicherte, dass die Fabrik in drei bis vier Tagen ebenfalls eingenommen werden solle. Zuvor hatte der tschetschenische Anführer Ramsan Kadyrow eine Erstürmung des Stahlwerks bis Mittag angekündigt.

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In diesem Stahlwerk hatten sich im Ukraine-Krieg die letzten Militärs von Mariupol zusammen mit Zivilisten verschanzt. - Mariupol City Council

Über die angebotenen humanitären Korridore habe niemand das Werk verlassen, sagte der Minister. Zuvor hatte die ukrainische Seite Verhandlungen vorgeschlagen über das Schicksal der Kämpfer und die Rettung von Zivilisten, die in dem Werk Zuflucht gesucht hätten.

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