Reality Star Leyla Heiter: «Ich musste mich totstellen»
Leyla Heiter spricht offen über Gewalt in einer früheren Beziehung. Ihr Ex-Freund soll sie geschlagen und zweimal fast erstickt haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Leyla Heiter spricht offen über häusliche Gewalt.
- Ihr Ex-Freund soll sie regelmässig geschlagen haben.
- Zweimal habe er versucht, sie mit einem Kissen zu ersticken.
Leyla Heiter (29) ist heute glücklich mit Mike Heiter (33) verheiratet. Doch hinter dem Reality-Star liegt eine schwere Vergangenheit.
Im Talkformat «deep und deutlich» sprach die 29-Jährige offen über Gewalt in einer früheren Beziehung. Dabei schilderte sie erschütternde Szenen.
Ex soll sie geschlagen haben
Am Anfang sei sie «richtig verliebt» gewesen, sagte Heiter. Doch dann habe sich die Beziehung verändert.
Sie sei immer öfter beleidigt worden. Später habe ihr Ex-Freund sie regelmässig geschlagen. «Einfach so», sagte die Influencerin.
Besonders heftig: Ihr Ex habe zweimal versucht, sie mit einem Kissen zu ersticken.
Leyla Heiter stellte sich tot
In diesem Moment sei sie in einen Überlebensmodus geraten. Sie habe gedacht, sie müsse sich totstellen.
«Weil dann hört er auf, um zu gucken, ob er es geschafft hat», erklärte sie. Diese Reaktion, ein sogenannter Überlebensmodus, also ein instinktiver Schutzmechanismus des Körpers, habe ihr tatsächlich geholfen.
Zwei Personen hätten sie anschliessend aus der Situation herausgeholt.
Kiefer gebrochen, Polizei vor der Tür
Leyla Heiter sprach auch über eine weitere Gewalttat. Einmal seien sechs Polizeiwagen vor ihrer Tür gestanden.
Ihr Ex habe sie so stark geschlagen, dass ihr Kiefer gebrochen gewesen sei. Sie sei danach im Krankenhaus gelandet.
Trotzdem blieb sie zunächst bei ihm. Sie sei jung gewesen und habe vielleicht gar nicht gewusst, was Liebe wirklich bedeute. «Ich war blind und naiv», sagte Heiter.
Mike Heiter kennt ihre Trigger
Heute spricht Leyla Heiter mit ihrem Ehemann Mike über das Erlebte. Die Vergangenheit prägt Sie bis heute.

Mike Heiter sagte, es sei wichtig, offen darüber zu reden. Er wisse etwa, dass Leyla bei Streit kurz Zeit für sich brauche.
Häusliche Gewalt betrifft viele Menschen in der Schweiz
Der Fall von Leyla Heiter ist kein Einzelfall. Häusliche Gewalt, also Gewalt innerhalb von Paarbeziehungen oder Familien, ist ein verbreitetes Problem. Laut der Schweizerischen Kriminalstatistik werden in der Schweiz jedes Jahr Tausende Fälle von häuslicher Gewalt registriert. Fachleute gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, also von vielen Fällen, die gar nicht gemeldet werden.
Betroffene zögern oft lange, bevor sie Hilfe suchen. Scham, emotionale Abhängigkeit oder die Hoffnung auf Veränderung des Partners halten viele davon ab, die Beziehung zu verlassen. Genau das beschrieb auch Heiter in ihrem Gespräch.
Brauchst du Hilfe?
In der Schweiz gibt es verschiedene Anlaufstellen für Betroffene. Die Dargebotene Hand ist unter der Nummer 143 erreichbar. Das Hilfsangebot «Opferhilfe Schweiz» berät und unterstützt Menschen, die Gewalt erlebt haben. Auch kantonale Frauenhäuser bieten Schutz und Beratung an.



















