Gericht

Gericht stoppt Treuhand-Plan für Signa-Luxussparte

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Österreich,

Die finanzielle Lage beim Luxusimmobilien-Gesellschaft der Signa-Gruppe bleibt angespannt. Ein Gerichtsurteil hat die Pläne zur Sanierung zunichte gemacht.

Signa
Durch den Signa-Zusammenbruch entstand dem Schweizer Investor Arthur Eugster ein Schaden von 650 Millionen Franken. (Symbolbild) - keystone

Die Luxusimmobilien-Gesellschaft der insolventen Signa-Gruppe kann nach einem Gerichtsurteil vorerst nicht wie vorgesehen von einem Treuhänder abgewickelt werden. Der Plan, das Portfolio der von René Benko aufgebauten Signa Prime Selection AG über mehrere Jahre zu veräussern, sei «unerfüllbar», urteilte das Wiener Oberlandesgericht.

Die Signa Prime habe es nicht geschafft, einen Kredit in dreistelliger Millionenhöhe aufzustellen, um mit diesem Geld Insolvenzen von deutschen Projektgesellschaften zu verhindern oder zu beenden, argumentierte das Gericht. Damit stünden die Erlöse aus Immobilienverkäufen nicht oder nicht schnell genug für die Sanierung der Signa Prime zu Verfügung, hiess es.

Möglichkeit zur Berufung

Signa-Objekte können dennoch verkauft werden. Wie der Insolvenzverwalter von Signa Prime in Wien mitteilte, besteht nun die Möglichkeit, gegen den Entscheid des Oberlandesgerichts vor dem Obersten Gerichtshof Österreichs Berufung einzulegen. Trotz der jüngsten juristischen Entwicklungen könnten weiterhin Signa-Gebäude verkauft werden, hiess es aus informierten Kreisen.

Besitzt du Wohneigentum?

Die Mehrheit der Signa-Gläubiger hatte dem Treuhand-Konzept zugestimmt, um das Portfolio längerfristig abzustossen und damit von einer Erholung des Immobilienmarktes zu profitieren. Die Republik Österreich hatte den Plan hingegen angefochten und auf einen rascheren Abverkauf gedrängt.

Projekte und Übernahmen

Bereits im April hatte die thailändische Central Group die Übernahme der Luxuskaufhaus-Immobilie KaDeWe in Berlin bekanntgegeben. Auch der Geschäftsbetrieb der Kaufhäuser KaDeWe, Oberpollinger (München) und Alsterhaus (Hamburg) geht an die thailändische Gruppe. Aus dem Portfolio der Signa Prime steht unter anderem noch das Elbtower-Projekt in Hamburg zum Verkauf, das 245 Meter hoch gebaut werden soll.

Der österreichische Unternehmer Benko und seine Signa-Gruppe hatten in der Niedrigzinsphase in namhafte Immobilien- und Handelsprojekte investiert. Steigende Zinsen, wachsende Baukosten und höhere Energiepreise brachten sein Firmenkonstrukt zu Fall.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

benko geld signa
4 Interaktionen
WKStA
Signa
1 Interaktionen
37,5 Mio. Euro Schulden
2 Interaktionen
«Weg nach vorne klar»

MEHR IN NEWS

studer
Ab Juli
südkorea
Südkorea:
crans-montana
Crans-Montana VS
ricarda
An Fraktionen

MEHR GERICHT

rimoldi
2 Interaktionen
Mass-Voll-Präsident
23 Interaktionen
Luzern
Christian Ulmen
60 Interaktionen
«Spiegel»-Streit
fidel
4 Interaktionen
Gericht

MEHR AUS ÖSTERREICH

Hitzewelle Bern Hitze Wasser
Österreich
Ingeborg Bachmann Skulptur
1 Interaktionen
Klagenfurt (Ö)
Baby McDonalds
19 Interaktionen
Wegen Baustelle