«Die Trauer um die verlorenen Menschen wird niemals enden», sagte Würzburgs Oberbürgermeister. Auch Ministerpräsident Markus Söder war zu der Gedenkfeier in den Kiliansdom gekommen.
In stillem Gebet: Markus Söder nimmt an dem Gedenkgottesdienst im Kiliansdom teil. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
In stillem Gebet: Markus Söder nimmt an dem Gedenkgottesdienst im Kiliansdom teil. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Minutenlanges Glockengeläut: Bei einer Trauerfeier im Würzburger Kiliansdom haben viele Menschen der Opfer des tödlichen Messerangriffs von Freitag gedacht.

Das Gewaltverbrechen habe die Menschen bis ins Mark erschüttert, sagte Würzburgs Bischof Franz Jung am Sonntag.

«Die Trauer um die verlorenen Menschen wird niemals enden», sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). «Ich war vorgestern Abend gelähmt und erschüttert vor Entsetzen.» Er warnte davor, andere Flüchtlinge in Sippenhaft zu nehmen für die Tat des Somaliers, dessen Motiv Ermittlern zufolge noch unklar ist.

Der 24 Jahre alte Flüchtling hatte am Freitagnachmittag in der Innenstadt drei Frauen erstochen und sieben Menschen verletzt, fünf davon lebensgefährlich. Er wurde festgenommen und ist in Untersuchungshaft.

Zum Gedenkgottesdienst waren neben Angehörigen der Opfer und Einsatzkräften zahlreiche Vertreter der Politik und des öffentliches Lebens geladen. Darunter waren Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) und der Präsident der Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster.