Die Slowakei erhält rund die Hälfte der vertraglich vereinbarten Menge an Gas vom russischen Energiekonzern Gazprom. Die Versorgung ist vorerst nicht gefährdet.
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Der russische Energieriese Gazprom hat 2021 ein Rekordergebnis erzielt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/ANATOLY MALTSEV

Das Wichtigste in Kürze

  • Der russische Energiekonzern Gazprom schränkt die Gaslieferung an die Slowakei stark ein.
  • Rund 50 Prozent der vereinbarten Menge werden geliefert.
  • Das Land bezog den Grossteil ihres Gasbedarfs aus Russland, möchte aber unabhängig werden.

Der russische Energiekonzern Gazprom hat auch der Slowakei die Gaslieferungen stark gedrosselt. Das bestätigte der teilstaatliche slowakische Gasversorger SPP am Freitag der Nachrichtenagentur TASR.

Seit Freitag erhalte SPP aus Russland nur 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Menge.

Schon in den Tagen zuvor seien die Liefermengen schrittweise verringert worden. Am Dienstag um zehn Prozent, am Mittwoch um 15 Prozent und am Donnerstag um mehr als ein Drittel. Die Versorgung sei aber vorerst nicht gefährdet, die inländischen Speicher seien derzeit zu 52 Prozent gefüllt.

Slowakei reduziert Abhängigkeit von Russland

Die Slowakei bezog bisher mehr als 80 Prozent ihres Gasbedarfs aus Russland. Bis 2009 waren es sogar hundert Prozent gewesen.

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Der russische Energiekonzern Gazprom. - Stefan Sauer/dpa

Seither reduziert das EU-Land schrittweise seine Abhängigkeit. Es bereitet sich inzwischen auch auf die Möglichkeit vor, dass die Lieferungen aus Russland ganz ausfallen könnten. Dies infolge des Kriegs in der Ukraine.

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