Gast fehlt wegen Krankheit: Wirt verrechnet Gebühr!

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Österreich,

In Österreich verrechnet ein Wirt einer Gruppe eine Gebühr, weil einer der Gäste nicht auftauchte. Er sei bei «Geistergästen» ganz rigoros.

restaurant
Eine Gruppe in Österreich tauchte zu einer Reservation für neun Personen nur zu acht auf – und musste 20 Euro bezahlen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Gruppe in Österreich reservierte in einem Restaurant für neun Personen.
  • Weil jemand krank wurde, tauchten bloss acht Personen auf und assen für 300 Euro.
  • Der Wirt verrechnete für den «Geistergast» dennoch 20 Euro.

Mittlerweile ist es üblich, dass Gäste bezahlen müssen, wenn sie in einem Restaurant einen Tisch reservieren und dann nicht auftauchen. Ein Wirt in Oberösterreich geht nun noch weiter: Selbst wenn bloss eine Person fehlt, die anderen aber erscheinen, fällt eine Gebühr an. Darüber berichtet die «Kronen-Zeitung».

Für neun Personen reservierte eine Gruppe im Restaurant «Zum Donauwirt». Weil jemand krank wurde, tauchten dann acht Personen auf. Sie assen und tranken und zahlten eine Rechnung von rund 300 Euro.

Bei genauerem Hinschauen fiel Gast Thomas dann eine Gebühr auf: «1 Stück – No Show – 20 Euro.» Für den kranken Kollegen musste die Gruppe also 20 Euro bezahlen.

Für Thomas ist das absolut unverständlich. Denn acht Personen seien ja aufgetaucht und hätten konsumiert. Er gibt aber auch zu, dass er das Bestätigungs-SMS für die Reservation nicht gelesen hat. Denn dort war die Gebühr für den «Geistergast» erklärt.

Wirt: «Ich muss ja den Platz frei halten»

Roland Pilz, Besitzer des Restaurants «Zum Donauwirt» rechtfertigt sich: Auf der Homepage und im SMS stehe, wie No-Shows gehandhabt würden. Auch habe er es der Frau von Thomas, die die Reservation gemacht hatte, am Telefon erklärt. «Jede Person, die nicht erschein, kostet mich Geld, weil ich den reservierten Platz ja freihalten muss.»

Zudem habe es zuletzt immer mehr Reservierungen gegeben, zu denen dann niemand gekommen sei. «Das ist einfach zu viel geworden.» Deshalb habe er zum Jahresanfang die neue Gebühr eingeführt und sei da «ganz rigoros».

Findest du eine Gebühr für «Geistergäste» richtig?

Pilz erklärt auch, wie Gäste solche Gebühren umgehen können: Allgemein könnten Reservationen bis 24 Stunden vor dem Termin kostenfrei storniert werden.

Zum Fall von Thomas sagt er: Die Gruppe hätte am Vorabend oder am Morgen anrufen und ihn informieren können. Dann hätte er die Gebühr nicht verrechnet.

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Kommentare

User #1725 (nicht angemeldet)

Der Wirt hatte die Wahl, 20 € mehr Einnahmen zu generieren und 9 Gäste zu verlieren oder auf die 20 € zu verzichten. Der Wirt hat seine Wahl getroffen. 👎

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