Die Grenzschutzagentur Frontex will kommende Woche 100 Einsatzkräfte nach Griechenland schicken, um dem Land beim Schutz der Grenzen zu helfen.
Frontex
Ein Beamter der europäischen Grenzschutzagentur Frontex. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grenzschutzagentur Frontex will 100 Einsatzkräfte nach Griechenland schicken.
  • Die Operationen sind für eine Dauer von zwei Monaten geplant.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex will die Hilfe für Griechenland kommende Woche anlaufen lassen. «Wir planen, ab Mittwoch rund 100 Einsatzkräfte in die Grenzregion Evros zu schicken». Dies sagte eine Frontex-Sprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur DPA in Warschau. Diese sollten Griechenland beim Schutz der Landgrenze unterstützen.

Rasche Intervention

Parallel dazu will Frontex eine weitere rasche Intervention starten, mit Schwerpunkt auf dem Küstenschutz in der Ägäis. Hier geht es vor allem um die Ausrüstung mit Schiffen und Hubschraubern.

Migranten
Ein Luftbild aus einem Hubschrauber des türkischen Innenministeriums zeigt Migranten, die an der türkisch-griechischen Grenze bei Pazarkule für Lebensmittel anstehen. - dpa

«Es kann allerdings etwas länger dauern, bis die Schiffe vor Ort sind», räumte die Frontex-Sprecherin ein. Auch hätten die EU-Mitgliedsstaaten noch nicht vollständig geklärt, welches Land konkret welche Ausrüstung beiträgt. Es hätten aber alle EU-Länder Hilfe zugesagt.

Von der Leyen sagt Hilfe zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch an der griechisch-türkischen Grenze gesagt, geplant sei die Entsendung eines Versorgerschiffs. Weiter sollen sechs Patrouillenbooten sowie zwei Hubschrauber, ein Flugzeug und drei mit Wärmebildkameras ausgestatteten Fahrzeuge entsendet werden.

EU-Kommission
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, verspricht Hilfe für Griechenland. - dpa

Laut der Frontex-Sprecherin sind die Operationen zu Land und zu Wasser für die Dauer von zwei Monaten geplant. Eine Verlängerung sei möglich.

Seitdem Erdogan die Grenzen zur EU für Migranten für offen erklärt hatte, haben sich Tausende zum Grenzübergang Kastanies begeben. Die griechischen Sicherheitskräfte lassen aber niemanden durch. Die Flüchtlinge und Migranten lagern daher unmittelbar vor der Grenze auf türkischem Gebiet.

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