Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützt den Bau einer Erdölleitung in Uganda und Tansania. Dafür wird er von Fridays For Future scharf kritisiert.
Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Offenbar soll diese noch in der Nacht auf Dienstag stattfinden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Macron unterstützt ein Erdöl-Projekt in Uganda und Tansania.
  • Das sorgt bei der Klimaschutzbewegung Fridays For Future für rote Köpfe.
  • Die Pipeline werde die Umwelt und lokale Gemeinden zerstören.

Die Klimaschutzbewegung Fridays For Future hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für die Unterstützung des Baus einer Erdölleitung in Uganda und Tansania kritisiert.

Die Pipeline werde die Umwelt und lokale Gemeinden in den beiden ostafrikanischen Ländern zerstören, sagte die prominente ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate am Donnerstag während einer Pressekonferenz am Rande des EU-Afrika-Gipfels.

An dem milliardenschweren Projekt, das Anfang Februar gestartet ist, ist der französische Ölriese Total beteiligt. «Beschämenderweise hat Macron [das Projekt] trotz seiner hochtrabenden Klimarhetorik selbst gutgeheissen», sagte Nakate.

Das Öl soll in einer neuen, 1445 Kilometer langen Pipeline von Ölfeldern in der Nähe des Albertsees im Westen Ugandas durch Tansania bis zum Indischen Ozean gebracht und vom tansanischen Hafen Tanga aus verschifft werden. Man hofft auf eine Fördermenge von 230'000 Barrel pro Tag. Bereits 2025 soll das erste Öl exportiert werden.

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