Thun: Stinkende Ginkgo-Bäume weichen – Geschäfte atmen auf
Gestank-Alarm in Thun: In der Bahnhofstrasse sorgten streng riechende Früchte von Ginkgo-Bäumen für Beschwerden. Nun reagiert die Stadt.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Thuner Bahnhofstrasse wurden Ginkgo-Bäume gefällt.
- Grund dafür ist Gestank der Früchte, der zu Beschwerden führte.
- Offenbar haben die Bäume im Laufe der Zeit das Geschlecht gewechselt.
«Wir hatten Kundinnen und Kunden, die als Erstes auf den Boden geschaut haben, ob sie in Hundedreck gestanden sind. So hat es gestunken.» Dies beschreibt Marianne Jost, Mitarbeiterin der Thuner Confiserie Steinmann, bei «TeleBärn».
Die Übeltäter sind dabei schnell ausgemacht: Es handelt sich um die Früchte der in der Bahnhofstrasse stehenden Ginkgo-Bäume. Mittlerweile hat die Stadt Thun reagiert – die Bäume müssen weg.
Zuvor hatte es mehrere Beschwerden gegeben. Doch wieso werfen die Gewächse überhaupt Früchte ab? Schliesslich betont der zuständige Gemeinderat Reto Schertenleib gegenüber dem TV-Sender, dass einst extra männliche Exemplare gepflanzt wurden.
Diese hätten keine Früchte, so Schertenleib. Doch weiter sagt er: «Aber man hat jetzt jüngste Erkenntnisse, dass die Bäume offenbar auch das Geschlecht wandeln können im Verlauf der Zeit.»
Der Gestank war eine Belastung für das hiesige Gewerbe. Luca Dubi, Verkäufer eines Tabak-Geschäfts erklärt: «Ich habe manchmal das Gefühl, die Leute meiden etwas den Weg, in der Zeit, in der die Früchte herunterkommen.»
Zwei der acht Bäume sind bereits weg. Die anderen sollen folgen, sobald klar ist, wie das gesamte Areal künftig umgestaltet werden soll.








