IBM

    Fraunhofer bringt IBM-Quantencomputer nach Baden-Württemberg

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Ihr Potenzial ist enorm - nun kommt der erste IBM-Quantencomputer nach Europa. Die Fraunhofer Gesellschaft platziert die Anlage «Q System One» im Südwesten Deutschlands. Die Strahlkraft wird aber über Baden-Württemberg hinaus wirken.

    Ein IBM-Quantencomputer der Serie «Q System One». Die Fraunhofer Gesellschaft und der Computerkonzern IBM haben eine Vereinbarung unterschrieben, um die Forschung zu Quantencomputern in Deutschland voranzutreiben. Foto: IBM/dpa
    Ein IBM-Quantencomputer der Serie «Q System One». Die Fraunhofer Gesellschaft und der Computerkonzern IBM haben eine Vereinbarung unterschrieben, um die Forschung zu Quantencomputern in Deutschland voranzutreiben. Foto: IBM/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Fraunhofer Gesellschaft und der Computerkonzern IBM haben eine Vereinbarung unterschrieben, um die Forschung zu Quantencomputern in Deutschland voranzutreiben.

    Dafür soll ein IBM-Quantencomputer der Serie «Q System One» im Rechenzentrum des Konzerns in Ehningen bei Stuttgart stationiert werden. Es wird nach Angaben von Fraunhofer das erste seiner Art in Europa sein. Unter dem Dach der Fraunhofer Gesellschaft sollen Technologie, Anwendungsszenarien und Algorithmen erforscht werden. Ausserdem soll in Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland Kompetenz aufgebaut und damit internationale Wettbewerbsvorteile hergestellt werden.

    Mit dem Konzept der Quantencomputer reagiert die Branche auf die Tatsache, dass die bislang übliche Entwicklung von Hochleistungscomputern an ihre physikalischen Grenzen stösst. Ein Quantencomputer speichert Informationen nicht in Form von Bits, die nur zwei mögliche Zustände annehmen können, nämlich Eins oder Null. Ein «Qubit» eines Quantencomputers kann stattdessen beides gleichzeitig sein, also Eins und Null. Das Quantenteilchen hält solange beide Zustände inne, bis man es sich ansieht oder misst. Damit können Quantencomputer theoretisch um ein Vielfaches schneller und leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner. Noch sind sie aber eher Forschungsobjekte, eine kommerzielle Nutzung gab es bislang nicht.

    Das System in Ehningen soll Anfang 2021 in Betrieb genommen werden. Dort befindet sich auch die IBM-Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Wissenschaftler erhoffen sich von Quantencomputern Durchbrüche in vielen rechenintensiven Disziplinen, etwa bei der Erforschung neuer Medikamente, bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz oder auch für die Optimierung von Lieferketten in der Logistik.

    IBM hatte seinen «Q System One» im Januar 2019 a als ersten auch kommerziell nutzbaren Quantencomputer vorgestellt. Die Anlage besteht aus einer Kühl- und Leitungseinheit («Cryostat»), die wie ein goldener Armleuchter (Kandelaber) aussieht. An dessen unterem Ende befindet sich der Quantenchip. Dahinter steht eine schrankgrosse Steuereinheit, mit der die Signale zu den Qubits geschickt und auch wieder ausgelesen werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Thun
    192 Interaktionen
    Thun
    dsf
    154 Interaktionen
    Nach Hans Jucker

    MEHR IN NEWS

    Skifahrer und Snowboarder fahren in Saas-Fee auf einer Piste.
    Im Schneesport
    Erdöl
    Ölkonzern
    Drohne ETH Zürich
    Federt ab

    MEHR IBM

    6 Interaktionen
    Armonk
    IBM
    Armonk
    1 Interaktionen
    Interlaken
    Arvind Krishna
    4 Interaktionen
    Ankündigung

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Regina Ziegler
    2 Interaktionen
    Über 500 Produktion
    Schaeffler
    2 Interaktionen
    Autozulieferer
    9 Interaktionen
    Berlin
    weltrekord marathon kai pflaume
    Live im TV