Neue ETH-Drohne steckt Zusammenstösse weg
Eine Kollision muss für Drohnen nicht das Ende eines Fluges bedeuten. Forschende der ETH Zürich haben einen Flugroboter entwickelt, dessen flexibler Rahmen Zusammenstösse abfedert. Die Drohne kann dadurch auch nach einem Aufprall weiterfliegen, wie die ETH Zürich am Dienstag mitteilte.

Sie unterscheidet sich von herkömmlichen Drohnen mit vier Propellern, sogenannten Quadrokoptern, durch ihre ringförmige Konstruktion. Statt eines starren Mittelstücks besitzt die neue Drohne einen verformbaren Rahmen, an dem die vier Rotoren sowie Batterie und Steuerung befestigt sind. Bei einem seitlichen Aufprall gibt der Rahmen nach und federt einen Teil der Energie ab.
Bei Tests stiess die Drohne mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde gegen Hindernisse. Anschliessend konnte sie ihren Flug fortsetzen. Gleichzeitig erreicht sie laut den Forschenden eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Die flexible Bauweise gehe somit nicht zulasten der Flugleistung, schreibt die Hochschule.
Die Konstruktion könnte künftig bei Such- und Rettungseinsätzen in eingestürzten Gebäuden, bei Inspektionen schwer zugänglicher Anlagen oder bei Umweltmessungen in Wäldern zum Einsatz kommen. Auch kleine Gegenstände kann die Drohne greifen und transportieren. In Versuchen beförderte sie bereits eine Last, die schwerer war als sie selbst.
Bis zu einem Einsatz ausserhalb des Labors gibt es allerdings noch Herausforderungen. Insbesondere muss die Drohne ihre Umgebung zuverlässig erfassen und nach Zusammenstössen selbstständig die Flugkontrolle wiederherstellen können.
Für die Konstruktion mit dem Namen Flexiquad haben die Forschenden ein Patent angemeldet.










