Französisch-schweizerischer Dramatiker Valère Novarina ist tot
Der französisch-schweizerische Dramatiker, Autor und Maler Valère Novarina ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das bestätigte am Samstag der Generalregisseur seiner «Compagnie Union des contraires» der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Novarina galt als Autor eines ebenso überraschenden wie provokativen Theaters und entwickelte früh eine besondere Leidenschaft für Sprache. Seine schwer einzuordnenden, dichten Texte sprengten gängige Formen zwischen Poesie und Bühne. Seine Stücke waren nahezu jedes Jahr am Festival von Avignon (F) zu sehen, einem der wichtigsten Treffpunkte des französischen Theaterschaffens.
Geboren in einem Vorort von Genf, verbrachte Novarina Kindheit und Jugend am Genfersee und in den Bergen. In Paris studierte er Literatur und Philosophie, begegnete unter anderem den Regisseuren Roger Blin und Marcel Maréchal sowie dem Schriftsteller und Philosophen Jean-Noël Vuarnet. Kurz erwog er eine Schauspielkarriere, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.
Parallel dazu entfaltete sich seine zweite künstlerische Berufung: Zeichnung und Malerei. Zunächst entstanden Arbeiten für seine Figuren, später auch für Bühnenbilder – und ab 1986 inszenierte Novarina seine Stücke zunehmend selbst.
Novarina war zudem ein grosser Zirkusliebhaber und Fan komischer Schauspielkunst. Besonders verehrte er Louis de Funès, dem er den Text «Pour Louis de Funès» widmete.










