Auf ungewöhnliche Art will der Franzose Basile Ricquier die Textilindustrie seines Landes beleben: Seit Kurzem produziert er mit seiner Firma 3D Tex in Saint-Malo Pullover mit neuartigen 3D-Strickmaschinen.
Basile Ricquier, Gründer einer Textilfabrik in Saint-Malo
Basile Ricquier, Gründer einer Textilfabrik in Saint-Malo - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Projekt soll die brachliegende Textilindustrie in Frankreich wiederbeleben.

Anstatt einzelne Teile zu stricken und sie dann zusammenzunähen, können seine Maschinen in 20 bis 80 Minuten das gesamte Kleidungsstück quasi in einem Guss herstellen. «Das Besondere ist, dass wir Stücke ohne Nähte herstellen», erklärt Ricquier. Am Ende müsse nur noch das Etikett angenäht werden.

Ziel sei es, «keine Abfälle zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen», sagt Ricquier. Zudem seien die nahtlosen Kleidungsstücke bequemer. Die französische Textilindustrie leidet seit den 90er Jahren unter der asiatischen Konkurrenz. Die 3D-Strickmaschine mit tausenden von Nadeln wurde in Japan entwickelt und enthält mehrere Tausend Stricknadeln. Bei dieser Produktionsart fallen fast keine Reste an, die bei einer herkömmlichen Herstellung bis zu 30 Prozent ausmachen. Seit der Pandemie ist in Frankreich das Interesse an im eigenen Land gefertigten Produkten deutlich gestiegen.

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