Frankreich droht nach Putsch-Chaos in Mali mit Truppenabzug

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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron droht mit dem Rückzug der französischen Truppen aus Mali, sollte sich der westafrikanische Krisenstaat nach dem jüngsten Putsch in Richtung eines radikalen Islamismus entwickeln.

    FILED - Emmanuel Macron will keine Regierung unterstützen, wenn sie keine demokratische Legitimität mehr hat. Photo: Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa
    FILED - Emmanuel Macron will keine Regierung unterstützen, wenn sie keine demokratische Legitimität mehr hat. Photo: Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa - sda - Keystone/Le Pictorium Agency via ZUMA/Julien Mattia

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Mali gebe es derzeit eine solche Tendenz, sagte Macron der Sonntagszeitung «Le Journal du Dimanche».

    Sollte sich das Land weiter in diese Richtung entwickeln, werde er die französischen Soldaten nach Hause holen.

    Frankreich ist in Mali mit mehr als 5000 Soldaten im Einsatz, um islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Auch die Bundeswehr hat dort mehrere Hundert Soldaten stationiert.

    Macron sagte, er habe gegenüber den westafrikanischen Staats- und Regierungschefs deutlich gemacht, dass er keine Regierung unterstützen werde, die keine demokratische Legitimität mehr habe. An diesem Sonntag wollten die Staaten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas in Ghana beraten.

    In dem 20-Millionen-Einwohner-Land hatte sich Putschistenführer Assimi Goïta am Freitagabend zum neuen Übergangspräsidenten ausrufen lassen. Goïta hatte im vergangenen August einen Militärputsch geführt, der den gewählten Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta zum Sturz brachte. Anfang der Woche zwang das Militär auch den bisherigen Interimspräsidenten Bah N'Daw und Premierminister Moctar Ouane zum Rücktritt.

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