Bei einem Spaziergang am Strand stiess ein ehemaliger Student der Uni Cambridge auf das gigantische Fossil. Es war durch einen Erdrutsch freigelegt worden.
Handout-Foto des Arthropleura-Fossils am Strand von Howick in Northumberland. Foto: Neil Davies/PA Media/dpa
Handout-Foto des Arthropleura-Fossils am Strand von Howick in Northumberland. Foto: Neil Davies/PA Media/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bis zu 2,6 Meter lang und etwa 50 Kilogramm schwer: Ein in England per Zufall entdecktes Fossil eines wohl gigantischen Tausendfüssers hat am Dienstag Schlagzeilen in Grossbritannien gemacht.

Die Überreste des Tiers aus dem Karbon-Zeitalter von vor 326 Millionen Jahren wurde im herabgestürzten Teil einer Klippe in der englischen Grafschaft Northumberland von einem ehemaligen Studenten der Universität Cambridge bei einem Strandspaziergang gefunden. «Das war ein kompletter Zufallsfund», sagte Neil Davies vom Department of Earth Sciences der Universität Cambridge der BBC. Der Sandstein-Block sei genau an der richtigen Stelle gespalten gewesen.

Wissenschaftlern der Universität Cambridge zufolge handelt es sich um das grösste bisher bekannte Fossil aus der Gattung der Arthropleura (Gliederfüsser), den grössten Tausendfüssern, die je auf der Erde lebten. Die Forscher, die ihre Erkenntnisse im «Journal of the Geological Society» veröffentlichten, gehen davon aus, dass sich das Tier im tropischen Klima von nährstoffreichen Pflanzen und womöglich anderen wirbellosen Tieren und kleinen Amphibien ernährte. Das 75 Zentimeter lange versteinerte Tausendfüsser-Fragment soll im kommenden Jahr in Cambridge ausgestellt werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte eine andere, noch lebende Tausendfüsser-Art von sich reden gemacht: Die in einem Bohrloch in Australien entdeckte Spezies Eumillipes persephone wird erstmals ihrem Namen gerecht. Forscher zählten an einem Exemplar 1306 Beinchen. Bisher waren nur Tausendfüsser mit bis zu 750 Beinen bekannt.

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