Feuer im Müritz-Nationalpark breitet sich aus
Das Feuer im Müritz-Nationalpark breitet sich weiter aus. Altmunition erschwert die Löscharbeiten der Einsatzkräfte.

Das Feuer im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern (D) hat sich auf mehr als 300 Hektar ausgedehnt. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte stehen inzwischen rund 360 Hektar Wald in Flammen.
Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, sind etwa 370 Einsatzkräfte im Kampf gegen das Feuer im Einsatz. Unterstützung aus Bayern soll mit zusätzlichem Material die Löscharbeiten im Nationalpark verstärken.
Der Brand war am Montag auf dem Gelände eines ehemaligen Truppenübungsplatzes ausgebrochen. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.
Feuer: Explosionen durch gefährliche Altmunition
Eine besondere Herausforderung stellt die Altmunition im Boden dar. Laut der «ZDFheute» befinden sich in dem Gebiet unter anderem grössere Munitionsreste, die durch die starke Hitze explodieren können.
Immer wieder wurden Detonationen aus dem Waldgebiet gemeldet. Wegen der Gefahr können die Feuerwehrkräfte nicht direkt in die betroffenen Flächen vordringen.
Die Einsatzkräfte versuchen deshalb, den Brand aus sicherer Entfernung einzudämmen. Dafür werden unter anderem Kreisregner sowie mehrere Kilometer lange Schlauchleitungen eingesetzt.
Evakuierung von Granzin bleibt bestehen
Die Ortschaft Granzin und die Granziner Mühle bleiben weiterhin evakuiert. Nach Angaben der Behörden leben in Granzin etwas mehr als 100 Menschen.
Wie der «Merkur» schreibt, unterstützt auch die Bundeswehr die Brandbekämpfung mit CH-53-Hubschraubern. Die schweren Transporthubschrauber können jeweils mehrere tausend Liter Wasser aufnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen.
Die Massnahmen sollen verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Besonders geschützt werden sollen die nahe gelegene Ortschaft sowie die Bahnstrecke Berlin–Rostock.
Grosse Munitionsbelastung in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich noch immer grosse Mengen Altmunition im Boden. Dem «Deutschlandfunk» zufolge stammen die Funde unter anderem aus militärischen Übungen sowie aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Das Innenministerium des Landes geht davon aus, dass rund 10'000 Hektar Wald als besonders stark belastet gelten. Viele dieser Flächen können nur unter besonderen Sicherheitsbedingungen betreten werden.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte, die Einsatzkräfte hätten die Lage unter Kontrolle, wie die «ZDFheute» berichtet. Deshalb wurde bislang kein Katastrophenfall ausgerufen.
















