Festnahme nach Mord an Schönheitschirurgen in Spanien
Ein Schönheitschirurg ist in Marbella erschossen worden. Die Polizei hat einen 18-jährigen Schweden festgenommen und prüft einen möglichen Auftragsmord.

Nach der Erschiessung eines Schönheitschirurgen in Marbella hat die spanische Nationalpolizei einen Verdächtigen festgenommen. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 18-jährigen Schweden, berichtet «Spiegel».
Ein Polizeisprecher bestätigte die Festnahme gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, machte jedoch keine weiteren Angaben. Der zuständige Ermittlungsrichter habe eine Nachrichtensperre verhängt, berichtet «MT» unter Berufung auf dpa.
Der 57-jährige Chirurg wurde am Mittwochabend in seiner Klinik im südspanischen Marbella erschossen.
57-jähriger Chirurg stirbt noch am Tatort
Der Täter soll auf den Arzt zugegangen und mehrfach auf ihn geschossen haben, berichtet «Krone» unter Berufung auf «El País». Der 57-Jährige starb noch am Tatort, während der Angreifer anschliessend mit einem Motorrad flüchtete.

Die Ermittler gingen von einem gezielten Angriff aus. Zunächst gab es jedoch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.
Laut «El Mundo» war der festgenommene 18-Jährige erst kurz vor der Tat nach Spanien eingereist. Er soll vor Ort Unterstützung erhalten und geplant haben, Spanien nach der Tat wieder zu verlassen.
Berichte über möglichen Auftragsmord
Spanische Medien berichten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass ein möglicher Auftragsmord geprüft werde. Die Ermittler suchen demnach zudem nach möglichen Helfern des Festgenommenen.
Das Motiv und die Hintergründe der Tat waren zunächst weiterhin unklar. Wegen einer richterlichen Nachrichtensperre veröffentlicht die Polizei derzeit keine Einzelheiten zu den Ermittlungen.
Der getötete Arzt war Gründer einer privaten Klinik für plastische Chirurgie in Marbella, berichtet «Spiegel». Zuvor war er rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig und absolvierte internationale Ausbildungsstationen.
















