Hinrichtung

    Nach gescheiterter Hinrichtung: Christa Pike kann wieder gehen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Über eine Woche nach der gescheiterten Hinrichtung kann Christa Pike wieder gehen. Die wegen Mordes verurteilte Frau ist weiterhin benommen.

    Christa Pike Hinrichtung
    Christa Pike (50) wurde 1996 für den Mord an Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung in Tennessee schlug vor einer Woche fehl. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Christa Pike überlebte die Vollstreckung ihrer Todesstrafe Ende September.
    • Die 50-Jährige kann mittlerweile kurze Strecken gehen, doch ihre Arme bleiben schwer verletzt.
    • Tennessee untersucht den Vorfall – ein neuer Hinrichtungstermin ist noch offen.

    Gut eine Woche nach ihrer gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee kann die zum Tode verurteilte Christa Pike nach Angaben einer ihrer Anwälte wieder aufstehen und gehen.

    Die 50-Jährige habe sich erstmals in ihrem Spitalzimmer bewegt, sagte Anwalt Stephen Ferrell der BBC. Sie könne kurze Strecken zurücklegen.

    Pike sei geistig weiterhin etwas benommen und verliere leicht den Faden, sagte Ferrell. Zugleich seien ihre Arme noch schwer verletzt und kaum einsetzbar.

    Christa Pike
    Vor der gescheiterten Hinrichtung Christa Pikes kam es in Tennessee zu Protesten. - keystone

    Ob bleibende Schäden zurückbleiben, sei derzeit unklar. Er gehe zwar davon aus, dass sich ihr Zustand weiter verbessern werde, er könne dauerhafte Folgen aber nicht ausschliessen.

    Pike hatte am 30. September die Vollstreckung ihrer Todesstrafe mit der Giftspritze überlebt. Nach Angaben der Behörden waren ihr die im Hinrichtungsprotokoll vorgesehenen zwei Dosen Pentobarbital verabreicht worden.

    Christa Pike Hinrichtung
    Luke Ihnen, einer der Anwälte von Christa Pike (50), erklärte am Mittwoch, Pike könne eine Woche nach der gescheiterten Hinrichtung nur «in begrenztem Umfang sprechen». - keystone

    Anschliessend wurde sie bewusstlos in ein Spital gebracht. Anfang dieser Woche war sie wieder zu Bewusstsein gekommen und hatte begonnen zu sprechen.

    Zweiter Hinrichtungstermin offen

    Am Mittwoch ordnete ein Gericht in Tennessee zudem an, sämtliche Beweismittel im Zusammenhang mit dem gescheiterten Hinrichtungsversuch aufzubewahren. Dazu gehören unter anderem Infusionsleitungen, Spritzen und Dokumente zu Pikes Zustand.

    Ob der Bundesstaat einen neuen Hinrichtungstermin anstreben will, ist bislang offen. Tennessees republikanischer Gouverneur Bill Lee hat weitere Hinrichtungen zunächst bis zum Jahresende ausgesetzt und eine unabhängige Untersuchung des Falls angeordnet.

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    Kommentare

    User #1344 (nicht angemeldet)

    Verrücktes Land, diese USA.

    User #1526 (nicht angemeldet)

    Mich würde die Meinung vom Papst interessieren.

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