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EZB-Präsidentin: «Wir sind nicht gleich»

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Lettland,

Christine Lagarde stellt heraus, dass sich die Lage vor allem auf dem Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten stark von dem in der Eurozone unterscheide. Das hat Konsequenzen für die Wirtschaft.

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Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht über die Leitzinserhöhung in den USA. - Arne Dedert/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) will nach der neuerlichen Anhebung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed nicht unmittelbar mit demselben Schritt reagieren.

«Wir sind nicht gleich, und wir können auch nicht im gleichen Tempo und unter der gleichen Diagnose unserer Volkswirtschaften vorankommen», sagte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag auf einer Konferenz in Lettlands Hauptstadt Riga. «Wir befinden uns nicht in der gleichen Situation.» So unterscheide sich die Lage vor allem auf dem Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten stark von dem in der Eurozone.

Sechste Zinserhöhung 2022

Zugleich bestehe über die Finanzmärkte aber eine grosse gegenseitige Abhängigkeit. «Wir müssen aufeinander achten, und wir müssen aufmerksam gegenüber potenziellen Übertragungseffekten und Rückwirkungen sein», sagte Lagarde. Die US-Notenbank Fed hatte im Kampf gegen die hohen Verbraucherpreise ihren Leitzins zuvor am Mittwoch zum vierten Mal in Folge um 0,75 Punkte erhöhte. Damit liegt er nun in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent Es ist die sechste Zinserhöhung in diesem Jahr.

«Wir werden auch von den Folgen beeinflusst, insbesondere über die Finanzmärkte, in geringerem Masse auch über den Handel, da der Wechselkurs natürlich eine Rolle spielt und berücksichtigt werden muss und in unseren Inflationsprognosen berücksichtigt werden muss», sagte Lagarde über die Entscheidung der Fed. Die EZB-Präsidentin besuchte in Riga eine Konferenz der lettischen Zentralbank anlässlich von deren 100-jährigen Gründungsjubiläum.

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