Explosion

    Explosion in Putgarten: Vermutlich technischer Defekt

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    Deutschland,

    Eine schwere Explosion hat im Norden der Insel Rügen einen Millionenschaden verursacht. Man vermutet eine technische Ursache für die Explosion – doch die Untersuchungen könnten noch länger dauern.

    Nach einer Explosion ist in Putgarten ein Feuer ausgebrochen, das mehrere Häuser zerstört hat.
    Nach einer Explosion ist in Putgarten ein Feuer ausgebrochen, das mehrere Häuser zerstört hat. - Stefan Sauer/dpa

    Die Suche nach der genauen Ursache für die Gasexplosion in einem Ferienhaus auf der Insel Rügen wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Ein Gutachter geht nach einer Untersuchung des Brandortes bisher von einem technischen Defekt aus, wie eine Polizeisprecherin heute sagte.

    Um das zu beweisen, seien Gegenstände sichergestellt worden, die nun aufwendig analysiert werden müssten. Der Explosionsort sei aber wieder freigegeben worden.

    Grosser Schock

    Das Ferienhaus in Putgarten, das einem Mann aus Leipzig gehört, war am Freitagmorgen explodiert. Grosse Trümmerteile flogen mehrere Hundert Meter weit und beschädigten mindestens 13 Nachbarhäuser und mehrere Autos.

    Danach brach ein Feuer aus und zerstörte auch ein mit Schilf gedecktes Nachbarhaus. Zeugen sprachen von einem grossen Trümmerfeld, das noch nicht geräumt sei. Verletzt wurde niemand.

    Die Bewohner des Ortes haben den Schrecken nach Angaben von Bürgermeisterin Iris Möbius (CDU) noch nicht verarbeitet. «Das wird auch noch längere Zeit in Anspruch nehmen», sagte Möbius der Deutschen Presse-Agentur. Es habe in der gesamten Region aber eine grosse Welle der Hilfsbereitschaft gegeben.

    Ermittlungen dauern an

    Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter wegen Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Laut Polizei hatte es vor kurzer Zeit Arbeiten an Gasleitung und Gaszähler im explodierten Ferienhaus gegeben. Nun müsse genau untersucht werden, ob alle Bauteile in einem ordnungsgemässen Zustand waren und ob sie vorschriftsgemäss verarbeitet wurden.

    Die meisten Bewohner, die am Freitag aus einem benachbarten Mehrfamilienhaus fliehen mussten, konnten bereits am Freitagabend wieder in ihre Wohnungen. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass auch ihr Haus in Brand geriet.

    Ein Paar, das aus einem abgebrannten zweiten Ferienhaus fliehen musste, kam bei Angehörigen unter. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mehr als eine Million Euro.

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