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    Ex-Regierungschef Renzi droht Prozess wegen illegaler Finanzierung

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    Italien,

    Italiens ehemaligem Regierungschef Matteo Renzi droht ein Prozess wegen illegaler Finanzierung in einer früheren, ihm nahe stehenden Stiftung.

    Justizreform Matteo Renzi
    Matteo Renzi zu Besuch in einer TV-Show. - epa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Matteo Renzi droht ein Prozess wegen illegaler Finanzierung seiner Stiftungen.
    • Der frühere Regierungschef von Italien soll Gelder für eigene Zwecke verwendet haben.
    • Eine Vorverhandlung soll am 4. April stattfinden.

    Matteo Renzi, früherer Regierungschef von Italien, soll eine ihm nahe stehende Stiftung illegal unterstützt haben.

    «Ich bin unschuldig, und ich hoffe, dass auch die Richter unschuldig sind.», sagte der 47 Jahre alte Chef der Kleinpartei Italia Viva im parteieigenen Radiosender Leopolda am Donnerstag.

    Die Vorverhandlung, in der ermittelt wird, setzte das Gericht in Florenz für den 4. April an. Die Staatsanwaltschaft beantragte zuvor Anklage gegen Renzi, einige seiner engen Vertrauten und Unternehmer. Die Vorwürfe reichen Medienberichten zufolge von Korruption, über Geldwäsche bis zu Abrechnung nicht-existenter Geschäfte.

    Im Mittelpunkt steht die Fondazione Open. Die Stiftung wurde 2012 gegründet. Sie unterstützte die politischen Initiativen von Renzi in seiner Zeit als Bürgermeister der toskanischen Stadt Florenz.

    Renzi soll eigenständigen Finanzierungskandal errichtet haben

    Er trat als Regierungschef und Parteichef des Partito Democratico (PD), aus dem er 2019 aus. Über Open lief etwa die Organisation der von Renzi ins Leben gerufenen jährlichen Politik-Tagung Leopolda. Bis April 2018 war die Stiftung aktiv.

    metteo renzi
    Matteo Renzi - POOL/AFP

    Der Fall Open begann bereits 2019. Ermittler durchsuchten laut Medienberichten damals im November die Unterlagen wichtiger Geldgeber. Open fungierte dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft zufolge de facto wie eine Bewegung der «Renzianer» im PD. Renzi soll sie dirigiert haben, so soll ein eigenständiger Finanzierungskanal entstanden sein.

    Renzi zeigte als Reaktion am Mittwoch drei ermittelnde Staatsanwälte formal an. Das Mitglied des Senats - der kleineren Parlamentskammer - berief sich auf drei Normen. Darunter ein Gesetz der Verfassung, wonach die Korrespondenz eines Mitglieds des Parlaments nicht beschlagnahmt werden darf.

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