Europas Flugverkehr droht bald Kerosinknappheit

Antun Boskovic
Antun Boskovic

Belgien,

Weil der Iran die Strasse von Hormus blockiert hat, droht auf europäischen in wenigen Wochen ein akuter Mangel an Kerosin.

Flughafen Zürich
Flugzeuge am Flughafen Zürich. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Flughafen-Dachverband ACI Europe warn vor «systematischer Treibstoffknappheit».
  • Diese würde innerhalb von drei Wochen eintreffen, sollte sich die Lage nicht entspannen.
  • Das könne die Sommer-Reisesaison beeinträchtigen.

Während die Welt gespannt auf die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA wartet, hat der Iran-Krieg trotz Waffenruhe weitere Folgen für den Flugverkehr. Denn wegen der iranischen Blockade der Strasse von Hormus droht auf europäischen Flughäfen schon in einigen Wochen ein akuter Mangel an Kerosin.

Olivier Jankovec, Generaldirektor des Flughafen-Dachverbands ACI Europe, warnt in einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur «AP» vorliegt: Innerhalb von drei Wochen könne es zu einer «systematischen Treibstoffknappheit» kommen, sollte sich die Lage um die Strasse von Hormus nicht schnell entspannen.

Sommer-Reisesaison gefährdet?

Jankovec warnt: Der Kerosin-Mangel könne die Sommer-Reisesaison beeinträchtigen und der europäischen Wirtschaft «erheblichen Schaden zufügen». Die EU solle deswegen kollektive Käufe von Kerosin für die europäischen Länder organisieren.

Hast du Flüge für diesen Sommer gebucht?

Am Freitag räumte erst die EU-Taskforce Energieunion ein: «Flugzeugtreibstoff bleibt aufgrund seiner Abhängigkeit von Importen die Hauptsorge.» Man sehe aber derzeit «kein unmittelbares Risiko für die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung der EU».

Eine Notwendigkeit, zusätzliche Vorräte freizugeben, sieht die Taskforce nicht. Längerfristige Risiken seien aber möglich.

Italien hat bereits Massnahmen getroffen

Laut der «Bild» wurde das Kerosin in Italien bereits knapp. Dort wurde über Ostern ein Regel zu Begrenzung des Treibstoff-Verbrauchs eingeführt.

Italien Flughafen
Italien hat schon erste Massnahmen getroffen. (Symbolbild) - keystone

So durften etwa zivile Passagierflugzeuge an den Flughäfen von Bologna und Venedig nicht mehr volltanken. Pro Flieger waren nur noch 2000 Liter Kerosin erlaubt. Der deutschen Zeitung zufolge soll Piloten deswegen geraten worden sein, italienische Flughäfen nur noch möglichst vollgetankt anzufliegen.

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Kommentare

User #4936 (nicht angemeldet)

Die Leute klagen über ihre Arbeit, wie mühsam sie ist und rühmen sich dann mit tollen Ferien, die weit weg sind und alles wieder ins Lot bringen soll. Vielleicht müssen sie dann doch jetzt mal versuchen, an ihrer Situation etwas zu ändern, wenn die Flüge ins Wasser fallen. Oder sie klagen dann noch mehr, was ja auch einfacher ist, aber nichts nützt.

User #9056 (nicht angemeldet)

Gut so, dann wird es endlich ruhiger!!

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