Raumfahrt

    Europa und Raumfahrt: Esa will bis 2030 auf dem Mars landen

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    Deutschland,

    Europas Weltraumagentur Esa will in acht Jahren auf dem Mars landen. Dafür braucht sie mehr Geld und das «Go» der anstehenden Ministerratssitzung.

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    Die Esa will die Suche nach Lebensspuren auf dem Mars bis 2030 ohne Russland weiterführen und braucht dafür mehr Zeit und Geld. (Symbolbild) - esa/esoc/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis 2030 will die europäische Raumfahrtagentur auf den Mars fliegen.
    • Bei der anstehenden Ministerratssitzung muss sie das Go für neue Missionen erhalten.
    • Durch den Ukraine-Krieg fehlt der Esa zusätzlich Geld von Russland.

    Europa will bei der Raumfahrt an vorderster Stelle mitmischen. Man muss sich jedoch anstrengen, um beim Rennen zu Mond, Mars und mehr nicht abgehängt zu werden.

    Beim Vorzeigeprojekt Ariane 6 der europäischen Raumfahrtagentur Esa gab es immer wieder Verzögerungen. Nun soll die Trägerrakete möglichst im kommenden Jahr starten. Auch der Krieg in der Ukraine beeinflusst Projekte.

    Beim Esa-Ministerratstreffen in Paris am 22. und 23. November hofft die Raumfahrtbehörde auf grünes Licht der 22 Mitgliedsländer für neue und veränderte Missionen sowie ein höheres Budget. Für Esa-Chef Josef Aschbacher ist das Treffen «der Meilenstein schlechthin für Europa und für die Raumfahrt».

    Ohne Russland braucht Esa mehr Zeit und Geld

    Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hatte die europäisch-russische Mission «Exomars» schnell auf Eis gelegen. Der für dieses Jahr geplante Start des zweiten Teils der Erkundungsmission mit einem Rover an Bord Richtung Mars wurde gestoppt. Die Esa will die Suche nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten nun ohne russische Hilfe weiterführen.

    ESA
    Ein Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA. - keystone

    Sie braucht dafür aber mehr Zeit und auch mehr Geld. Angedacht ist ein Start 2028 und eine Landung 2030, wie es hiess. Ein eigenes Modell solle entworfen und getestet werden, mit dem der Rover auf den Mars gebracht werden könne.

    Insgesamt will die Raumfahrtbehörde ein Drei-Jahres-Budget in Höhe von etwa 18 Milliarden Euro genehmigt bekommen. Das wäre gut ein Viertel mehr als zuletzt. Man wolle damit sicherstellen, dass Europa eine starke und robuste Weltrauminfrastruktur habe und nicht aus dem Rennen ausscheide, sagte Aschbacher.

    Was die Esa erreichen will

    Wichtiger Teil dieser Infrastruktur soll die neue Trägerrakete Ariane 6 sein. Mit ihr will Europa künftig mittlere und grosse Satelliten ins All bringen. Doch die Nachfolgerin der in die Jahre gekommenen Ariane 5 hätte ihren Erstflug schon längst absolvieren sollen. Nun soll sie möglichst im vierten Quartal 2023 erstmals abheben – drei Jahre später als geplant.

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