Aufgrund des schlechten Zugangs zu Impfstoffen für Länder in Afrika möchte die EU vermehrt in den Bau von Impfstoff-Produktionsstätten in Afrika investieren.
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Arbeiter in der Impfstoffproduktionsanlage von Biontech in Marburg (D). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU will den Bau von Impfstoffproduktionen in Afrika finanzieren.
  • Es sollen finanzielle Mittel in Höhe von rund einer Milliarde Euro bereitgestellt werden.
  • Über die genauen Standorte der Impfstoffproduktionen ist noch nichts bekannt.

Die EU will den Bau von Standorten für die Impfstoffproduktion in Afrika mit einer Milliarde Euro finanzieren. «Afrika importiert heute 99 Prozent seiner Impfstoffe und das muss sich ändern.» Dies sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag beim Welt-Gesundheitsgipfel in Rom. Die sogenannten Hubs sollen ihr zufolge über den Kontinent verteilt errichtet werden.

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. - dpa

Über die genauen Standorte gab es noch keine Informationen. Aus Kommissionskreisen wurde mitgeteilt: Unter anderem werde die Infrastruktur, das wissenschaftliche Umfeld und das Angebot an Fachkräften vor Ort wichtig sein.

Afrika soll in Zukunft schnelleren Zugang haben

Bei einer möglichen Gesundheitskrise in der Zukunft könnten an den Standorten dann Impfstoffe hergestellt werden. Somit hätten afrikanische Länder schneller Zugang, um ihre Bevölkerung dagegen impfen zu können. Bislang verlief die Corona-Impfkampagne in Afrika wegen fehlenden Impfstoffs langsamer.

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Eine Frau in Südafrika wird gegen das Coronavirus geimpft. - AFP

Auf dem digitalen Welt-Gesundheitsgipfel wollen die G20-Staaten und Vertreter von Organisationen ihre Corona-Erfahrungen austauschen. Ziel ist, am Ende eine Verständigung auf die «Erklärung von Rom». In der die Teilnehmer Grundsätze festhalten wollen, um künftig besser von einer Gesundheitskrise wie der Corona-Pandemie gewappnet zu sein.

Für den frühen Abend ist eine Pressekonferenz geplant. Italien hält derzeit den G20-Vorsitz. Das Mittelmeerland hat zusammen mit der EU-Kommission den Gipfel organisiert.

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