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    EU-Parlament segnet Reform der EU-Agrarpolitik ab

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    Deutschland,

    Lange wurde gerungen und verhandelt, nun hat das EU-Parlament für eine Neuordnung der europäischen Agrarpolitik gestimmt. Die Meinungen über die Reform sind jedoch gespalten.

    Die Agrar-Gelder gehören zu den grössten Posten im EU-Budget. Foto: Federico Gambarini/dpa
    Die Agrar-Gelder gehören zu den grössten Posten im EU-Budget. Foto: Federico Gambarini/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach jahrelangem Ringen hat die Reform der milliardenschweren europäischen Agrarpolitik eine der letzten Hürden genommen.

    Das EU-Parlament in Strassburg stimmte am Dienstag mit deutlicher Mehrheit für die Pläne zur Neuordnung. Sie sehen vor, die Landwirtschaft mit den Umwelt- und Klimaschutzzielen der EU in Einklang zu bringen.

    Künftig soll etwa ein bestimmter Teil der Agrargelder an Umweltauflagen geknüpft sein. Ausserdem sollen Bäuerinnen und Bauern mit kleineren Höfen gezielt unterstützt werden. Eine ständige Krisenreserve soll die Landwirte in Zeiten von Preisschwankungen oder instabilen Märkten unterstützen. Nach dem EU-Parlament müssen nun noch die Mitgliedstaaten dem über Jahre mühsam ausgehandelten Kompromiss zustimmen, was als Formsache gilt. Die Reform tritt dann 2023 in Kraft.

    Von 2023 bis 2027 verfügt die EU-Agrarpolitik über ein Budget von rund 270 Milliarden Euro. Die Agrar-Gelder gehören zu den grössten Posten im EU-Budget, die Landwirtschaft ist für einen grossen Teil der EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Während Konservative und Liberale die Reform begrüssten, erntete sie von Sozialdemokraten, Grünen und Linken vernichtende Kritik.

    Der Grünen-Abgeordnete Martin Häusling etwa erklärte nach der Abstimmung, die Agrarreform habe ihren Namen nicht verdient. «Gewinnerin ist die Agrarindustrie. Wer die grössten Flächen hat, wird weiterhin am meisten Geld bekommen, ohne nennenswerte Verpflichtungen auf den Schutz von Tieren, Umwelt und Klima.» Der CDU-Abgeordnete Peter Liese hingegen erklärte: «Die Reform bringt deutlich mehr Umweltschutz in die Agrarpolitik.»

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