Die EU hat eine Liste mit 14 Ländern erstellt, für die der Corona-Einreisestopp ab dem 1. Juli nicht mehr gilt. Nicht vertreten sind unter anderem die USA.
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EU-Fahnen in Brüssel. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU hebt den wegen Corona beschlossenen Einreisestopp für 14 Länder auf.
  • Weiter nicht einreisen dürfen Personen aus den USA oder anderen stark betroffenen Staaten.

Reisende aus den USA und den meisten anderen Ländern dürfen nach einem Beschluss der EU-Staaten weiter nicht einreisen. Für sie werden die in der Corona-Krise eingeführten Einreisebeschränkungen über den 1. Juli hinaus aufrechterhalten.

Die EU-Staaten entschieden mit nötiger Mehrheit, dass ab Mittwoch nur Menschen aus 14 Ländern wieder einreisen dürfen. Die Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden, wie der Rat der EU-Staaten erklärte.

Zahlen, Trends und Umgang mit der Pandemie entscheiden

Bislang sind Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay auf der Liste. Zusätzlich wird China genannt – das Land muss aber noch zusagen, dass auch EU-Bürger dort einreisen dürfen.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen ist künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen der vergangenen 14 Tage. Zudem sollen der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

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Coronavirus: Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt in einer Drive-Thru-Teststation einer Frau in einem Auto Blut. - dpa

Konkret ist vorgesehen: Die Zahl der Neuinfektionen soll innerhalb der vergangenen zwei Wochen pro 100'000 Einwohner «nahe an oder unter» dem EU-Durchschnitt sein. Dieser lag zuletzt bei 16.

Der Trend neuer Fälle im gleichen Zeitraum soll im Vergleich zu den vorherigen 14 Tagen «stabil oder abnehmend» sein. Beim Umgang der Staaten mit Covid-19 sollen Massnahmen zur Kontaktverfolgung von Infizierten, Anzahl Tests und Eindämmungsbemühungen eine Rolle spielen.

Einreisestopp wurde bereits mehrfach verlängert

Reisende aus stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern bleiben demnach erst einmal aussen vor. So wurden in den USA oder Brasilien in den vergangenen 14 Tagen 120 oder mehr Fälle je 100'000 Einwohnern angegeben. Dies zeigen Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Angaben zum Trend macht die Übersicht nicht.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten ausser Irland auf einen Reisestopp geeinigt. Auch die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island waren dabei. Nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wurden zunächst verboten. Der Einreisestopp war mehrfach verlängert worden und gilt derzeit bis Ende Juni.

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