Kommission will Frauenquote für Sportverbandsgremien streichen
Der Schweizer Sport hat Nachholbedarf bei der Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen. Trotzdem will die zuständige Nationalratskommission die erst seit Kurzem geltende Geschlechterquote streichen.

Mit 12 zu 10 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) beantragt, eine entsprechende Motion anzunehmen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Eingereicht hatte diese die Aargauer SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner.
Gemäss Motionstext soll der Bundesrat alle notwendigen gesetzlichen Bestimmungen dahingehend anpassen, damit das Geschlecht keine relevante Bedingung mehr für die Zusammensetzung der Leitungsorgane von Dachverbänden und Sportorganisationen ist. Für die Mehrheit der WBK-N sind die Geschlechterquoten eine übermässige Einschränkung der Autonomie der Sportorganisationen, wie es in der Mitteilung hiess. Die Anforderungen an eine gute Verwaltungsführung müssten zielgerichtet und verhältnismässig sein.
Laut dem Dachverband Swiss Olympic lag 2024 der erhobene Frauenanteil bei den Vorstandsmitgliedern mit Stimmrecht bei 28 Prozent. In den Präsidien gab es nur 14 Prozent Frauen, auf Stufe CEO rund 16 Prozent. Seit im Januar 2025 die neue Geschlechterquote im Schweizer Sport in Kraft trat, habe sich der Frauenanteil besonders bei den Vorstandsmitgliedern erhöht.
Die geltende Regel verlangt, dass im höchsten Leitungsgremium von nationalen Sportverbänden beide Geschlechter zu mindestens 40 Prozent vertreten sind. Wer die Quote noch nicht erfüllt, muss gegenüber Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (Baspo) aufzeigen, mit welchen Massnahmen und bis wann die Geschlechterquote erreicht werden kann.










