Esa-Chef: «Wir bieten die europäische Lösung an»

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Der Chef der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, Josef Aschbacher, rät beim Ausbau der Infrastruktur im Weltraum zu verstärkter Zusammenarbeit.

James-Webb-Teleskop
Ein undatiertes, von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Verfügung gestelltes Bild zeigt eine künstlerische Darstellung des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST), zusammengefaltet in der Ariane-5-Rakete - keystone

«Wir bieten die europäische Lösung an. Das heisst, wir bieten den Staaten an, auch nationale Kapazitäten, die jetzt aufgebaut werden, einzufügen in ein europäisches System», sagte der Esa-Generaldirektor der Deutschen Presse-Agentur auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).

Die veränderte Bedrohungslage sei Ansporn, um Technologien des Weltraums auch für Verteidigung und Sicherheit zu verwenden. Bei der Ministerratskonferenz im November in Bremen sei geklärt worden, dass die Esa auch im Bereich Verteidigung und Sicherheit arbeiten könne.

Im November vergangenen Jahres freute sich die Esa über ein Rekordbudget von fast 22,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekündigt, Deutschland wolle bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All ausgeben: Satellitenkonstellationen, Bodenstationen und auch gesicherte Transportfähigkeiten ins All.

Aschbacher plädiert dafür, bei der europäischen Aufholjagd auf Zusammenarbeit – «pooling and sharing» – zu setzen. Ziel sollte sein, dass ein deutscher Satellit eingefügt werden kann in einen europäischen Rahmen, der dann auch mit anderen Ländern geteilt werden kann.

«Wo Europa wirklich gut ist, ist in der Technologie, in den Ingenieuren, die wir haben, in der Industrie, die wir über 50 Jahre entwickelt haben. Die ist Weltklasse und die ist wirklich gut», stellte er fest.

Defizite hätten sich ergeben, weil Europa weniger Geld als andere in den Weltraum investiert habe. Aschbacher sagte: «In Amerika wird sechsmal so viel ausgegeben im Weltraum aus öffentlichen Mitteln wie in Europa. Wenn man sechsmal so viel Geld hat, natürlich kann man sechsmal so viel machen.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5940 (nicht angemeldet)

Vielleicht müsste man die Ariane 6 mit der Falcon 9 von Space X vergleichen: Falcon 9 mehr Nutzlast, 125 Starts im Jahre 2025, wiederverwendbar. Airiane 6 seit dem Erstflug im Juli 2024 nur 5 Starts, NICHT wiederverwendbar Da wird Geld der Europäer, auch der Schweiz mit alter Technik verbrannt!!!

Weiterlesen

langlauf
1 Interaktionen
Spuren in der Loipe
Olympia
43 Interaktionen
Odi Zweiter

MEHR IN NEWS

Crans-Montana Brand Gedenkfeier
1 Interaktionen
Mit Opfer-Angehörigen
Arktis
Starmer-Ankündigung
Herz Transplantation
Italien
Unfall Ennetbaden
1 Interaktionen
Ennetbaden AG

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Ursula von der Leyen
3 Interaktionen
Wegen USA
Wang Yi
1 Interaktionen
Chinas Aussenminister
Keir Starmer
12 Interaktionen
Russen-Bedrohung