Erst- und Zweitimpfung mit zwei Impfstoffen unbedenklich

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    Genève,

    Laut WHO ist es unproblematisch, wenn bei der Erst- und Zweitimpfung gegen Corona zwei verschiedene Impfstoffe verwendet werden. Vor allem die Kombination von mRNA- und Vektorimpfstoffen sei unbedenklich.

    Laut WHO ist es unbedenklich, wenn etwa bei der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff wie "Comirnaty" von Biontech-Pfizer verabreicht wird und bei der Zweitimpfung ein Vektorimpfstoff wie Astra Zeneca. Foto: Stefan Sauer/dpa
    Laut WHO ist es unbedenklich, wenn etwa bei der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff wie "Comirnaty" von Biontech-Pfizer verabreicht wird und bei der Zweitimpfung ein Vektorimpfstoff wie Astra Zeneca. Foto: Stefan Sauer/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht kein Problem darin, Patienten bei der Erst- und Zweitimpfung gegen das Coronavirus unterschiedliche Impfstoffe zu verabreichen.

    Sie veröffentlichte dazu spezifische Empfehlungen.

    Über Vor- und Nachteile einer Auffrischimpfung mit einem unterschiedlichen Präparat als in der Grundimpfung liegen nach Angaben der WHO noch nicht genügend Studien vor.

    Kommt auf Impfstofftypen an

    Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet bei ihrer Empfehlung danach, welcher der drei Impstofftypen bei der ersten Impfung benutzt wurde: ein mRNA-Impfstoff wie der von Biontech/Pfizer oder Moderna, ein Vektorimpfstoff wie der von Astrazeneca oder Johnson & Johnson, oder ein inaktiver Impfstoff wie der der chinesischen Hersteller Sinovac und Sinopharm. Letztere haben eine Notfallzulassung der WHO, sind aber in der Europäischen Union nicht zugelassen.

    Länder, die bei der ersten Impfdosis mRNA-Impfstoffe verwendet haben, könnten bei Folgeimpfungen Vektor-Impfstoffe in Betracht ziehen, empfiehlt der unabhängige Impfrat der WHO ( ). Länder, die zunächst Vektorimpfstoffe verabreicht haben, könnten anschliessend mit mRNA-Mitteln impfen. Länder, die zuerst inaktive Impfstoffe verabreicht haben, könnten Vektor- oder mRNA-Impfstoffe einsetzen.

    WHO lehnt Booster in reichen Ländern ab

    Generell lehnt die WHO bislang Auffrischimpfungen (Booster) ab, weil vorhandene Impfstoffe ihrer Meinung nach zuerst in ärmere Länder gehen sollten, bevor in reichen Ländern dritte Impfungen vorgenommen werden. «Weitreichende Auffrischimpfungen bergen das Risiko von Versorgungsengpässen im Rest der Welt», sagte der SAGE-Vorsitzende Alejandro Cravioto vergangene Woche.

    Cravioto betonte auch, dass bei Erst- und Zweitimpfung der Einsatz des gleichen Impfstoffs immer noch am sinnvollsten sei. Die Kombination unterschiedlicher Impfstoffe sei dann relevant, wenn nicht genügend Material desselben Herstellers zur Verfügung stehe.

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