Ersatzteile machen Auto-Reparaturen teurer

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    Für Reparaturen müssen Autofahrer immer tiefer in die Tasche greifen. Grund sind vor allem steigende Preise für Ersatzteile. Wie hoch liegen die durchschnittlichen Kosten inzwischen?

    Wegen teurerer Ersatzteile steigen die Kosten für Auto-Reparaturen. Laut Kfz-Haftpflichtversicherer lag die durchschnittliche Schadenssumme im vergangenem Jahr bei 2800 Euro. Foto: Federico Gambarini
    Wegen teurerer Ersatzteile steigen die Kosten für Auto-Reparaturen. Laut Kfz-Haftpflichtversicherer lag die durchschnittliche Schadenssumme im vergangenem Jahr bei 2800 Euro. Foto: Federico Gambarini - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Autoersatzteile wie Motorhauben, Kotflügel oder Leuchten sind in diesem Jahr erneut deutlich teurer geworden - und damit auch die Reparaturkosten nach Unfällen.

    «Die Preise stiegen von August 2018 bis August 2019 im Schnitt um vier Prozent, für Kotflügel sogar um fast 7 Prozent», teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Das habe bei den Versicherern zu steigenden Reparaturkosten nach Unfällen geführt. «Im Jahr 2013 kostete die Kfz-Haftpflichtversicherer ein Pkw-Schaden im Schnitt noch rund 2400 Euro», hiess es. Im vergangenen Jahr habe die durchschnittliche Schadenssumme bei 2800 Euro gelegen.

    Der GDV beobachtet die Preisentwicklung eigenen Angaben zufolge seit 2013. Am stärksten stieg seither der Preis für Rückleuchten - um mehr als die Hälfte auf im Schnitt 212 Euro im laufenden Jahr. Der Preis für Kofferraumklappen legte zwischen 2013 und 2019 wiederum um 40 Prozent auf durchschnittlich 665 Euro zu.

    Die hohen Preise liegen aus Sicht der Versicherer auch am sogenannten Designschutz, der Herstellern von sichtbaren Autoersatzteilen ein zeitlich begrenztes Monopol auf die Erscheinungsform der Teile einräumt. Werkstätten dürfen dann nicht auf günstigere Alternativen von freien Herstellern zurückgreifen.

    Die Bundesregierung will das ändern. Es gibt einen Gesetzentwurf, der den Designschutz aufheben will - Autoteile sollen so günstiger werden. Das Gesetz soll allerdings nur für Designs gelten, die nach dem 1. Januar 2020 eingereicht werden. Den Händlern geht das nicht weit genug. Die Autoindustrie wiederum wehrt sich generell gegen die Aufhebung des Designschutzes. Sie sieht darin eine wichtige Voraussetzung für Investitionen und Innovation.

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