Energiewende – Teurer Winter durch Gasrisiken und Windkraft-Ausbau
Die Energiewende stockt bei Wind und Solar. Steigende Energiepreise und Verzögerungen erhöhen den Druck auf Deutschland.

Die Energiewende in Deutschland steht vor neuen Herausforderungen. Der Ausbau erneuerbarer Energien erreicht in mehreren Bereichen nicht das notwendige Tempo.
Laut der «Frankfurter Rundschau» hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) den Energiewende-Monitor für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Die Auswertung zeigt deutliche Rückstände bei wichtigen Technologien der Energiewende.
Besonders bei der Windkraft bleibt der Ausbau hinter den Anforderungen zurück. An Land wurden laut DIW Berlin zuletzt nur rund 42 Prozent des erforderlichen Tempos erreicht.
Windkraft und Solar verlieren an Tempo
Auch die Photovoltaik entwickelt sich langsamer als bisher. Das Ausbautempo lag im ersten Halbjahr 2026 bei rund 80 Prozent des künftig notwendigen Niveaus.
Bei der Windenergie erschweren lange Vorlaufzeiten und zögerliche Investitionen den weiteren Ausbau. Offshore-Windkraft erreicht zwar bessere Werte, bleibt jedoch ebenfalls hinter den Zielvorgaben zurück.
Parallel dazu steigen die Risiken auf den Energiemärkten, berichtet die «Welt». Der Konflikt im Nahen Osten lässt die Öl- und Gaspreise erneut steigen.
Energiewende zwischen Energiepreisen und internationaler Zusammenarbeit
Eine Rückkehr der Inflation könnte dadurch drohen. Ausgerechnet der Bereich, der Deutschland unabhängiger von fossilen Öl- und Gaslieferungen machen soll, könnte dadurch gebremst werden.
Chinesische Energieexpertinnen und Energieexperten besuchten Nordrhein-Westfalen und die Niederlande. Dabei tauschten sie sich über verschiedene Ansätze der Energiewende aus.
Im Mittelpunkt stand der Austausch über unterschiedliche Ansätze der grünen und kohlenstoffarmen Transformation. Beteiligt waren unter anderem Vertreter aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie den chinesischen Provinzen Jiangsu und Sichuan.
Neue Ansätze für Energieversorgung und Gebäudewende
Eine Vergleichsstudie des Wuppertal Instituts und des China Electricity Council untersucht die Energiewende in diesen Regionen. Verglichen werden unter anderem Stromerzeugung, Energieverbrauch, Netzinfrastruktur und Systemflexibilität.
Die Fachleute diskutierten dem «Wuppertal Institut» zufolge zudem über erneuerbaren Wasserstoff, flexible Stromsysteme und die industrielle Dekarbonisierung.

Im Gebäudebereich zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung. Die Wärmepumpe hat sich im Neubau etabliert, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet.
Gebäudesektor bleibt eine Herausforderung der Energiewende
Bei älteren Gebäuden bleibt die Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme weiterhin eine Herausforderung. Im Jahr 2025 nutzten rund drei Viertel der fertiggestellten Wohngebäude hauptsächlich Wärmepumpen.
Der Anteil neuer Gasheizungen ist innerhalb von zehn Jahren deutlich gesunken. Damit zeigt sich vor allem im Neubau eine zunehmende Verbreitung alternativer Heiztechnologien.
Das DIW Berlin sieht dennoch weiteren Handlungsbedarf. Besonders bei Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen bleibt das Entwicklungstempo hinter den erforderlichen Zielen zurück.












