Wegen der Energiekrise in Grossbritannien ist erneut ein Versorger in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Strommasten
Strommasten (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bulb war zuletzt mit einem Marktanteil von rund 6 Prozent der siebtgrösste britische Versorger und mit etwa 1000 Beschäftigten das bisher grösste Unternehmen, das von der Energiekrise in die Knie gezwungen wurde.

Bulb mit 1,7 Millionen Kunden teilte am Montag mit, das Unternehmen habe eine Sonderverwaltung durch die Aufsichtsbehörde Ofgem beantragt. Diese Regelung soll Kunden insolventer Unternehmen schützen, die zu gross sind, um sofort von einem Wettbewerber übernommen zu werden.

Insgesamt sind damit mehr als 3,8 Millionen Kunden von rund 20 Firmen betroffen, wie die BBC berichtete. In Grossbritannien gibt es aufgrund einer Marktliberalisierung Dutzende Anbieter.

Analystin Justina Miltienyte vom Vergleichsportal Uswitch sagte, anders als andere insolvente Versorger habe Bulb ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell gehabt. Dem Unternehmen sei aber die von der Regierung vorgegebene Preisobergrenze zum Verhängnis geworden. Grossbritannien ist vom Anstieg der Gaspreise am Weltmarkt besonders stark betroffen, weil das Land kaum Gas auf Vorrat hält.

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